Der Bad Kötztinger Pfingstritt

Pfingstritt

Viele Außenstehende mögen ja glauben, dass der Bad Kötztinger Pfingstritt in erster Linie eine Touristenattraktion ist. Für mich steht der Pfingstritt aber vor allem für Leidenschaft. Warum das so ist, möchte ich euch hier erzählen.

Als kleines Mädchen fragte ich meinen Opa einmal, welches denn das schönste Fest im Jahr für ihn sei, Weihnachten, der Geburtstag oder Ostern. Denn Geschenke sind für ein kleines Kind nun mal ein wichtiger Aspekt um ein Fest ganz nach vorne zu bringen. Seine Antwort war aber: „Pfingsten, denn an Pfingsten ist der Pfingstritt.“

Diese Festivität setzte in den Tagen vor der Bittprozession regelmäßig größere Teile der Familie in Aufruhr. Denn es gab viel vorzubereiten: Der Blumenschmuck für die Pferde musste hergerichtet werden, die rot-blaue Volkstracht musste hervorgeholt werden und überprüft werden, ob alles im bestmöglichen Zustand war und vieles mehr.

Am Pfingstmontag machte sich mein Opa dann am frühen Morgen gemeinsam mit meinem Onkel frühmorgens auf den Weg nach Kötzting, denn der Ausritt war bereits um 8.00 Uhr und die Fahrt musste 2x gemacht werden, da die beiden Pferde Wert auf individuelle Unterbringung legten und nicht gemeinsam im Pferdeanhänger transportiert werden konnten. Wenn ich dann in Teenagerjahren Unverständnis für dieses Theater äußerte, wurde mir erklärt, dass das bereits harmlos war. Früher wurde nach Kötzting geritten. Also 15 km Ritt nach Bad Kötzting und dann 2 mal die 7 km lange Prozessionsstrecke und abends die Strecke nochmal nach Hause. Und das ganze sowohl bei relativ großer Hitze, aber auch bei strömenden Regen.

Meine Pferdebegeisterung hat sich übrigens in Kinderjahren auf Ausfahrten mit dem Pferdeschlitten im Winter beschränkt. 🙂

Ein echter Pfingstreiter ist übrigens an der Kleidung zu erkennen, die aus einer Kombination von roter Weste mit blauem Mantel besteht. Ein weiteres wichtiges Merkmal um einen langjährigen Pfingstreiter zu erkennen: Die Fahne, die er mitführt und für eine 25-jährige Teilnahme steht. Weitere Auszeichnungen sind die Bänder, die an der Fahne befestigt werden und für weitere Jubiläen stehen. Mein Opa hat das Band für 70malige Teilnahme erhalten, das natürlich auch dabei war.

Pfingstritt Fahne

Deshalb reiten oftmals schon kleine Buben mit, hin und wieder mit Sofakissen unterm Poppes mit Papa auf dem Pferd. Wer schon in jungen Jahren dabei ist, bekommt eher Auszeichnungen! Mädels sind bei diesem Spektakel übrigens leider nicht zugelassen.

Das ist echte Leidenschaft! Und auch gleichzeitig mein Ausflugstipp. Denn der Ausflug rentiert sich definitiv.

Die Atmosphäre ist einzigartig. Wenn beim Ausritt an die 900 Reiter an einem vorbeiziehen, allesamt betend und die Kirchenglocken läuten dazu, dann ist das Gänsehautatmosphäre. Also kommen und ansehen!

Problematisch ist oft die Anreise. Es ist schließlich ein Riesending in dem Städtchen mit 7.000 Einwohnern. Mehr als 20.000 Besucher plus die 900 Reiter samt Pferden reisen an. Außerdem findet parallel das Pfingstfest statt. Insofern sind Parkplätze im nähren Umkreis oft Mangelware. Ich radle deswegen immer. Und der Lamer Winkel-Arber-Radweg ,dem ich hier ein Stück weit folge, ist wirklich ein Traum. Zum Einkehren geht’s hinterher entweder auf’s Pfingstfest oder zum Lindner-Bräu, ins Wirthaus Osl oder etwas außerhalb zur Pizzeria Enoteca Lucca in Blaibach. Ein Ort der durch sein außergewöhnliches Konzerthaus auf sich aufmerksam machte.

Ich empfehle übrigens, sich den Ausritt morgens um 8.00 Uhr anzusehen. Es sind dann noch mehr Reiter zu sehen, als mittags gegen 13.00 Uhr, wenn die Reiter von der Pfingstreitermesse in Steinbühl zurückkehren.

Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade der Ironblogger München, die sich über den ganzen Monat April zieht. Eine Übersicht über alle Teilnehmer findet ihr hier. Gestern war übrigens Daniela Heggmaier dran und morgen könnt ihr etwas über die Leidenschaft von Matthias bei Redaktion 42 erfahren.

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Schneller Schokokuchen

schneller Schokokuchen

Es gibt ja Leute, die mit Schokokuchen nichts anfangen können – sehr rätselhaft…

Es gibt doch wenig, dass den Nachmittagskaffee mehr versüßen kann, als ein Stück vom schokoladig-saftigen Kuchenglück. Mein Kuchen ist keiner von der luftigen Sorte, aber auch nicht so chewy, wie Brownies oftmals sind. Das ideale Zwischending. Ein universeller Glücklichmacher. Gemacht ist er sehr schnell und einfach. Am einfachsten, wenn man eine Küchenmaschine hat. Aber ich finde ja, dass das Rühren mit dem Handrührgerät etwas meditativ Beruhigendes hat. Aber diese Empfindung teilen wiederum wahrscheinlich nur Wenige mit mir….

Für eine 26er Springform:

250 g weiche Butter mit 250 g Zucker möglichst lange schaumig schlagen (10 Minuten wären ideal), dann 3 Eier unterrühren

150 g geriebene Mandeln mit 50 g Mehl, 80 g Kakaopulver und 1 Messerspitze Backpulver vermischen und unter die Eier-Butter-Zuckermischung unterheben.

Bei 160 Grad Heißluft ca. 30 Minuten backen.

Pizzakuchen

Pizzakuchen

Eigentlich wollte ich dieses Rezept gar nicht veröffentlichen. Nicht etwas weil sie mir in dieser Form nicht geschmeckt hat, sondern weil das Foto leider nicht rüberbringt, wie toll das schmeckt. Da ich aber momentan leider nicht kochen kann, gibt es das Rezept jetzt doch hier zu sehen. Und ich kann euch versichern: Es schmeckt sooo toll.

Ganz anders als eine traditionelle Pizza, weil der Teig luftig ist und die Füllung mit Frischkäse auch noch mal eine andere Geschmacksnote ins Spiel bringt, aber unsagbar gut. Den Teig habe ich nach Art einer Pizza einfach wie immer selbst gemacht, wer in Zeitnot ist, kann auch mal auf einen fertigen Teig zurückgreifen.

Die Pizza schmeckt übrigens auch lauwarm oder kalt sehr gut!

Für eine Springform mit 26 cm

Pizzateig von 450g Mehl (oder 2 Packungen Fertig-Pizzateig) zubereiten.

400 g Frischkäse mit Knoblauch nach Geschmack, gehackten Oliven und 4 EL Tomatenmark verrühren. Mit Pfeffer und Oregano würzen.

Pizzateig in 2 Partien auf je 30 x 30 cm ausrollen. Jede Partie mit der Frischkäsemasse bestreichen (einen Rand frei lassen). Mit 250 g klein geschnittenen Mozarella und 12 Scheiben Schinken belegen.

Die beiden Rechtecke aufrollen und in je 6 Stücke schneiden.

Die 12 Stücke in eine mit Backpapier versehene Springform mit der offenen Seite nach oben legen.

100 g geriebenen Käse darüber streuen.

Ca. 25 Minuten bei 200 Grad Umluft backen.

 

Meinen Pizzateig mache ich übrigens so:

1/4 l Wasser mit 3 EL Olivenöl und 1 Pä Trockenhefe verrühren. Die Flüssigkeit zu 450 g Mehl vermischt mit 1 TL Salz geben und ca. 1 Stunde gehen lassen.

Himbeer-Butterkuchen

Himbeer-Butterkuchen

Wer mir auf Instagram folgt, hat es schon mitbekommen: Ein Bänderriss hat mich vorübergehend aus dem Verkehr gezogen. Größere Back- und Kochaktionen entfallen dadurch, Stehen bereitet einfach zu viel Schmerzen. Das Positive daran ist: Ich werde bekocht. 🙂

Deswegen gibt es hier auch ehrlicherweise kein aktuelles Rezept, sondern einen Kuchen den ich bereits vor einiger Zeit gebacken habe und den ich euch trotzdem uneingeschränkt empfehlen kann. Oft hält man die besten Sachen einfach für den besonderen Anlaß zurück.

Der Kuchen ist fix zusammengerührt und bekommt durch die Himbeeren im Teig eine fruchtige Note. Der Belag verleiht Knusprigkeit und der Teig ist weich und flaumig. Also mit fruchtig, knusprig und flaumig erfüllt dieses Gebäck auf alle Fälle schon mal 3 Wünsche auf einmal. Tja, das können nicht viele Kuchen von sich behaupten!

Also los geht’s.

Für ein Blech:

300 g Sahne mit 6 Eiern und 300 g Zucker kurz verrühren. 400 g Mehl und 1 Pä Backpulver unterrühren.

Die Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben (Wenn man auf das Blech ein paar Tropfen Wasser gibt, bleibt das Papier übrigens besser haften!). 300 g Tiefkühl-Himbeeren auf den Teig geben.

Bei 175 Grad Umluft ca. 15 Minuten backen.

Für den Guss:

200 g Zucker, 125 g Butter und 100 g Sahne in einem Topf köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann 200 g Mandelblättchen unterrühren.

Auf den Kuchen nach den 15 Minuten Backzeit die Mandelmasse geben und weitere 15 Minuten backen.