Blondies mit Kirschen und Schokosplittern

Die Blondies gab es hier bei mir schon mal so ähnlich, allerdings mit Schokoladenguss und insgesamt etwas gehaltvoller. Außerhalb der Kirschensaison kann man übrigens bei diesem Rezept auch gut auf Kirschen im Glas zurückgreifen.

Ich habe die Blondies mithilfe eines Tortenrings gebacken, den man in der Größe verstellen kann. Wer die Rezeptangaben verdoppelt hat die Mengenangaben für eine handelsübliche Springform mit 26 cm Durchmesser.

Deshalb möchte ich euch mein abgeändertes Rezept nicht vorenthalten:

Für eine Springform mit 20 cm Durchmesser:

100 g weiße Schokolade mit 150 g Butter schmelzen und wieder etwas abkühlen lassen. Währenddessen 2 Eier mit 150 g Zucker schaumig schlagen und 300 g Kirschen vorbereiten und 100 g Zartbitterschokolade klein hacken. Anschließend die lauwarme Schokoladen-Butter-Masse in die Eiercreme einrühren. 200 g Mehl mit 1 Prise Backpulver nur kurz unterheben. Die Hälfte der Kirschen und der gehackten Schokolade unter die Masse vorsichtig rühren.

Den Teig in die vorbereitete Springform geben. Die restlichen Kirschen und Schokolade darauf geben.

Die Blondies bei 160 Grad Heißluft ca. 45 Minuten backen.

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Birnen-Marzipankuchen mit Mohn

Draußen schaut gerade alles so richtig nach Herbst aus, morgens ist es oft richtig nebelig und ich habe auch schon wieder eine wärmere Jacke aus dem Schrank geholt.

Passend zu diesem Wetter habe ich einen Birnen-Marzipankuchen mit Mohn für euch dabei. Birnen und Marzipan sind doch Zutaten, die zur kälteren Jahreszeit perfekt passen. Und Mohn, ich liebe Mohn! Damit stehe ich aber leider so ziemlich allein auf weiter Flur. Aber hin und wieder setze ich mich dann mal wieder mit einem Mohnkuchen durch.

Wie schaut das bei euch aus, Mohnliebhaber oder Mohngegner?

Für eine Kastenform:

300 g Marzipanrohmasse in Würfel schneiden und mit 175 g Butter schaumig schlagen. 150 g Zucker und 4 Eier nach und nach unterrühren. 200 g Backmohn dazu geben. 300 g Mehl mit 1 Päckchen Backpulver mischen und unter die Masse heben. Am Schluss 3-4 geschälte und klein geschnittene Birnen dazu geben.

Den Teig in die vorbereitete Form geben und bei 160 Grad Heißluft ca. 60 Minuten backen.

Bei mir war der Kuchen leider schon etwas zu lange im Backofen. 5 Minuten weniger hätten mit Sicherheit auch gereicht. Behaltet ihn also zum Ende der Backzeit gut im Auge!

Eigentlich wollte ich den Kuchen nach dem Backen noch mit etwas Amaretto tränken und mit einer Schokoglasur überziehen. Dazu kam es aber dann doch nicht mehr, denn er war auch so schon schnell genug weg. 🙂

Pizza Bianca – weiße Pizza mit Tomaten

Eine weiße Pizza, eine Pizza Bianca gibt es nicht in jeder Pizzeria und ich habe bisher auch noch nie eine Zuhause gemacht. Zeit, das zu ändern. Sicherheitshalber habe ich zwei Varianten gemacht: Eine Pizza Bianca, so wie hier beschrieben und eine klassische Pizza Salami mit Tomatensauce. Erstaunlicherweise war die vegetarische weiße Pizza zuerst weg. Grund genug, das Rezept, das glücklicherweise auch noch ganz einfach ist, hier festzuhalten. Wichtig ist es nur, dass die Tomaten ein richtig festes Fleisch haben, sonst endet alles nur in Gematsche. Bei den Tomaten aus dem Eigenanbau meiner Mutter waren die Tomaten zum Glück genau richtig, lediglich mit den zwei zugekauften hatte ich nicht das große Los gezogen.

Für den Boden:

250 g Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde formen. In die Mulde 15 g frische Hefe bröckeln. Die Hefe mit 1/2 TL Zucker bestreuen. Dann 75 ml lauwarmes Wasser hinzugeben und mit der Hefe und etwas Mehl vom Rand verrühren.

Abgedeckt ca. 15 Minuten gehen lassen.

Zum gegangenen Teig 1/2 TL Salz, 75 ml lauwarmes Wasser und 2 EL Öl geben. Alles gut verkneten. Abgedeckt weitere 45 Minuten gehen lassen bis sich das Volumen des Teiges sichtbar vergrößert hat.

Den Teig auf Backblechgröße ausrollen.

200 g Schmand mit Salz, Pfeffer, Thymian und Rosmarin nach Geschmack verrühren.

Die Schmandmasse auf den Teig geben. Ca. 500 Fleischtomaten in dünne Scheiben schneiden (ich habe das mit einem Hobel gemacht). Die Tomatenscheiben auf die Schmandmasse geben. 2 TL Zucker und 2 EL Öl darüber träufeln und nochmals großzügig Thymian und Rosmarin darauf geben.

Bei 180 Grad Heißluft ca. 25 Minuten backen.

 

 

 

Urlaub am Neusiedler See – unterwegs in 3 Ländern

Nach Wien habe ich es ja schon öfters geschafft und ich mag diese Stadt wirklich sehr. Bloß war die Zeit bisher blöderweise immer zu knapp um sich mal genauer mit dem Umland zu beschäftigen und das habe ich jetzt endlich geändert.

Ich war nämlich ein paar Tage am Neusiedler See, dem größten österreichischen See, der zu großen Stücken der Familie Esterhazy gehört. Ein Teil des Sees liegt auch auf ungarischen Staatsgebiet. 300 Sonnentage im Jahr haben dafür gesorgt, dass auch meine Tage dort von wunderbarem Wetter gekennzeichnet waren.

Auf der Hinfahrt habe ich einen Zwischenstopp im Stift Melk eingelegt, das zum UNESCO-Welterbe gehört, denn auch das wollte ich schon lange besichtigen. Besonders beeindruckend fand ich die Bibliothek, die man allerdings nicht fotografieren durfte. Aber auch von außen hat Stift Melk schon einiges zu bieten:

Eingekehrt bin ich im angeschlossenen Stiftsrestaurant und der Salat mit gegrillten Marillen war echt richtig gut! Anschließend ging es weiter zur Unterkunft, dem Gut Leithaberg in Jois am Neusiedler See. Die Pension kann ich euch sowas von empfehlen, das Zimmer war wunderschön mit Balkon, superbequemen Matratzen, einem großzügig dimensionierten Bad und Klimaanlage. Das Frühstück war auch sensationell gut!

Den Sonnenuntergang am Neusiedler See, der übrigens nur 1,80 m tief ist, habe ich mir einmal in Podersdorf und einmal in Neusiedl angeschaut. In Neusiedl habe ich das in der Mole West getan, einem schicken Lokal, direkt an den Bootsanlegestellen.

Der Neusiedler See bietet sich aufgrund seiner Lage auch für Ausflüge in Nachbarländer an: Ich war in der Slowakei in Bratislava. Die Stadt ist mautfrei zu erreichen, parken kann man an der Donau sehr zentrumsnah und von der Burg hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt. Nach einer Stadtrundfahrt ging es die Michalská ulica, die Fußgängerzone von Bratislava entlang.

Nach Ungarn ging es auch für einen Tagesausflug zum Schloß Esterhazy. Das Schloß wird momentan restauriert, aber es ist schon sehr viel instand gesetzt worden und ein Besuch lohnt sich allemal! Die Außenanlagen allein sind eine Besichtigung wert und der Rosengarten ist wirklich wunderschön.

Heidelbeerkuchen mit Lemon Curd

 

Wenn irgendwo echte Waldheidelbeeren drin sind, könnte ich mich sofort darauf stürzen. Kein Vergleich zu den gekauften Kulturheidelbeeren oder zu denen vom Strauch, der bei uns im Garten steht. Außerdem machen „echte“ Heidelbeeren eine blaue Zunge und blaue Zähne und allein das ist es schon wert. Und weil ich weiß, dass es nicht nur mir so geht, war diese Torte ein echtes Fest! Lediglich für die Deko habe ich noch auf ein paar Heidelbeeren von besagtem Strauch aus dem Garten zurückgegriffen. Für so eine besondere Torte darf es dann ruhig ein bisschen aufwendiger sein, deshalb habe ich einen Boden aus Rührteig, eine Fruchtfüllung und eine Sahnedecke hergestellt. Das Lemon Curd gibt der Sahne ein wunderbares Aroma, das merke ich mir für Sahnefüllungen in Torten. Und wer keine Heidelbeeren hat oder mag: Ich kann mir vorstellen, dass die Füllung auch gut mit der gleichen Menge Tiefkühlhimbeeren funktioniert.

Für eine Springform mit 26cm Durchmesser
Für den Boden

125 g weiche Butter mit 150 g Zucker und 2 Eiern schaumig schlagen. 150 g Mehl mit 2 EL Hartweizengrieß und 2 TL Backpulver mischen und abwechselnd mit 150 ml Milch unterrühren.

Die Masse in die am Boden mit Backpapier ausgelegte Springform füllen und bei 160 Grad Heißluft ca. 35 Minuten backen.

Während des auskühlens die Heidelbeerfüllung zubereiten:

200 g Heidelbeeren mit 70 g Zucker, 10 g Speisestärke und 3 EL Wasser in einem Topf vermischen. Die Masse unter Rühren kurz aufkochen lassen.

In den Kuchenboden mit einem Kochlöffelstiel mehrere Löcher stechen.

Die Füllung auf den Boden geben.

Für die Creme:

400 ml Sahne mit 1 Päckchen Sahnesteif schlagen. 2 EL Lemon-Curd zu der Masse geben und kurz unterrühren.

Die Creme auf die Heidelbeerfüllung geben und nach Belieben verzieren.

Mascarponekuchen mit Mandeldecke

So schnell war ich schon lange nicht mehr, gestern habe ich den Mascarponekuchen mit Mandeldecke gebacken und heute direkt nach der Kaffeerunde sitze ich schon hier am Beitrag. Aber das Rezept wurde bereits nachgefragt und das freut mich natürlich sehr. Der Kuchen sieht sehr nach Käsekuchen aus, die Füllung besteht aber aus Mascarpone und griechischem Joghurt. Als Highlight fungiert das Topping aus Mandeln, wobei man das je nach Gusto auch weglassen kann. Geschmeckt hat er allen und das freut mich natürlich sehr!

Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:

Für den Mürbteig:

300 g Mehl, 40 g gemahlene Mandeln, 70 g Zucker, 1 Messerspitze Backpulver, 170 g zimmerwarme Butter, 1 Ei und 60 ml Milch zu einem Mürbteig verarbeiten. Für ungefähr 1 Stunde in Frischhaltefolie gewickelt in den Kühlschrank stellen.

Anschließend in der Form verteilen und einen Rand hochziehen.

Für die Füllung:

250 g Mascarpone, 300 g griechischer Joghurt, 3 EL Mehl, 120 g Zucker und 2 Eier in einer Schüssel verrühren. Die Masse auf den Mürbteigboden geben.

Bei 160 Grad Heißluft ca. 50 Minuten backen.

Den Kuchen auskühlen lassen.

Für den Mandelkrokant:

100 g gehobelte Mandeln mit 2 EL Zucker in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze und ständigem Rühren bräunen lassen.

Die karamellisierten Mandeln auf den erkalteten Kuchen geben.

Schokoladen-Zucchini-Kuchen

Iiihh Zucchini! Kennt ihr auch Leute, die so denken? Mein letztes Rezept mit Zucchini war ja diese Pasta mit Sommergemüse. Das ist für die Zucchinihasser vielleicht nicht das Nonplusultra. Aber irgendwie muss die Ernte ja verarbeitet werden und Zucchini muss man ja nicht nur immer herzhaft verwenden, nein im Kuchen machen sie sich auch wunderbar. Der Kuchen hier wird wunderbar saftig und schmeckt mit Sicherheit nicht nach Gemüse, also ideal um das Grün unterzumogeln. Wichtig ist es nur, die Zucchini richtig gut auszudrücken, damit der Kuchen nicht zu feucht wird.  Wenn das gemacht wird, steht den Kuchenfreuden nichts mehr im Weg. Ich werde den Zucchinikuchen so auf alle Fälle wieder machen!

Für eine Kastenform:

2 Eier mit 200 g Zucker schaumig schlagen. Nach und nach 80 ml Sonnenblumenöl unterziehen und 150 g Joghurt. 180 g Mehl mit 80 g Kakaopulver und 2 TL Backpulver mischen und unter die Masse kurz unterrühren. Schließlich 350 g geraspelte und gut ausgedrückte Zucchini unter die Masse heben. Den Teig in die zuvor ausgefettete Kastenform geben und glatt streichen.

Bei 160 Grad Heißluft ca. 60 Minuten backen.