Joghurt-Tarte ohne Backen

Langsam kommt sie wieder, die Zeit, in der man den Backofen am liebsten gar nicht einschalten möchte, um die Temperaturen in der Wohnung nicht noch zusätzlich in die Höhe zu treiben. Wer aber trotzdem eine wunderbare Tarte genießen möchte, für den habe ich das richtige Rezept. Der Boden besteht aus Keksen eurer Wahl. Ich habe Haferkekse mit Schokoboden verwendet. Ihr seid aber ganz frei, also nehmt, was euch am besten schmeckt. Also ran an die Lieblingskekse und los geht’s:

Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:

200 Kekse in einen Gefrierbeutel geben und zu Krümeln verarbeiten (geht am besten mit einem Teigroller)

Die Krümel dann mit 120 g geschmolzener Butter vermischen und auf dem Boden der Springform verteilen und fest andrücken.

Für den Belag:

6 Blätter Gelatine nach Packungsanweisung einweichen.

In der Zwischenzeit 500 g griechischen Joghurt mit 100 g Zucker und dem Saft und der Schale von 1 Zitrone vermischen.

Die Gelatine nach Packungsanweisung auflösen und unter die Joghurtcreme mischen.

Am besten zuerst 2 Löffel der Joghurtcreme in die Gelatine einrühren und diese Masse anschließend in die Joghurtcreme einrühren. Dabei am besten zügig arbeiten, damit die Gelatine nicht klumpt!

200 g Schlagsahne steif schlagen und unter die Joghurtcreme heben.

Die Masse auf dem Keksboden verteilen und glatt streichen. Mehrere Stunden kalt stellen.

Anschließend kann der Kuchen nach Lust und Laune verziert werden. Ich habe Himbeeren aus dem Froster darauf verteilt und etwas Schokolade darüber geraspelt. Der Fantasie sind aber hierbei keine Grenzen gesetzt!

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Apfelbutterkuchen

Da ist er der Sommer, äh Frühling. Plötzlich ging es ganz schnell und alles ist grün und es blüht überall und man weiß gar nicht wo man zuerst hinsehen soll. In meinem Fall wäre es der Kuchenteller, denn der Apfelbutterkuchen versüßt einen wunderbaren Sonntag auf alle Fälle noch mehr. Eigentlich war etwas frühsommerliches mit Erdbeeren angedacht, aber die Äpfel mussten weg und die Erdbeeren schmecken ja auch so. Herausgekommen ist eine wunderbare Resteverwertung, denn der Kuchen ist wunderbar saftig. Allzu lange sollte er aufgrund der Feuchtigkeit nicht gelagert werden. Wem das hier gebackene Blech zuviel ist, kann die angegebenen Mengen halbieren, dann reichen die Zutaten genau für eine herkömmliche Springform.

Für ein Blech:

1 kg Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Backofen vorheizen auf 180 Grad Heißluft.

400 ml Sahne mit 200 g Zucker und etwas Zitronenschale nicht ganz steif schlagen.

5 Eier nach und nach unterrühren. 380 g Mehl und 1 Päckchen Backpulver nur ganz kurz unter den Teig rühren.

Den Teig auf ein gefettetes Backblech geben. Die Apfelspalten darauf verteilen.

Bei 180 Grad Heißluft ca. 15 Minuten backen.

In der Zwischenzeit 150 g Butter mit 6 EL Milch und 150 g Zucker erhitzen, anschließend 150 g Mandelblättchen unterrühren.

Die Masse auf den Teig geben und weitere 15 Minuten backen.

Apfelkuchen mit beschwipsten Sahneguss

Der Frühling kommt! Und da Kuchen ja an der frischen Luft mindestens genauso gut schmeckt, wird es wieder höchste Zeit für ein leckeres Kuchenrezept. Und ein Stück Apfelkuchen schlägt doch niemand aus. Vor allem, wenn der Guss so lecker ist, wie bei diesem Exemplar, denn Sahne und Amaretto sorgen hier für den besonderen Geschmack! Gemacht ist er sehr schnell, lediglich das Vorbereiten der Äpfel nimmt etwas Zeit in Anspruch.

Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser

Für den Mürbteigboden

140 g Mehl, 70 g Speisestärke80 g Zucker, 100 g Butter und 1 Ei mit den Händen zu einem Teig verkneten.

Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und den Mürbteigboden darauf verteilen (Ich gebe den Teig einfach auf dem Boden und drücke ihn mit den Fingern auseinander, dabei einen kleinen Rand hochziehen).

800 g Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Anschließend auf dem Mürbteigboden verteilen.

Für den Guss:

200 ml Sahne mit 1 Ei, 2 EL Zucker, 3 EL Amaretto und 1 EL Speisestärke verrühren.

Diesen Guss auf den Äpfeln verteilen.

Zum Schluss noch 4 EL gestiftelte Mandeln darüber streuen.

Den Kuchen bei 160 Grad Heißluft ca. 55 Minuten im Ofen backen.

schnelles Baguette

In einem Artikel habe ich mal über die Auswirkung von Düften über das Glücksgefühl gelesen. Dort stand auch, dass sich Menschen in „Geruchsnähe“ von Bäckereien glücklicher fühlen. Ich weiß zwar nicht mehr, wie das gemessen wurde, glaube es aber sofort. Der Duft von frisch gebackenen Brot ist einfach etwas ganz besonderes. Ich gestehe, ich rieche auch an einer Scheibe Brot, wenn ich einen Laib frisch anschneide. Der Geruch ist einfach Perfektion für mich.

Daheim hätte ich diesen Geruch auch am liebsten ständig. Zum Brot backen komme ich aber leider nicht so oft. Dieses Baguette ist verhältnismäßig einfach gemacht und belohnt mit wunderbaren Geruch und Geschmack! Wenn ihr 2 Stunden Zeit habt, dann probiert es einfach mal aus!

500 g Mehl (Typ 550) mit 1 Päckchen Trockenhefe, 2 gestrichenen TL Salz und 1/2 TL Zucker vermischen.

Mit 320 ml lauwarmen Wasser zu einem glatten Teig verarbeiten und dann noch 5 Minuten weiterkneten.  Auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Quadrat ausrollen, dann die 4 Ecken zur Mitte einschlagen, umdrehen. Den Teig so in eine Schüssel geben und mit einem Tuch abdecken und ca. 20 Minuten gehen lassen.

Anschließend den Vorgang des Ausrollens und Einschlagens und Gehen lassens noch 2 Mal wiederholen.

Den Teig dann dritteln und zu Stangen ausrollen und auf ein Backblech legen. Abgedeckt weitere 20 Minuten gehen lassen.

Den Ofen währenddessen auf 240 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Auf den Backofenboden eine feuerfeste Form stellen und in diese Wasser füllen.

Die Baguettes mehrmals schräg einschneiden und in ca. 15-18 Minuten backen. 

Matcha-Haselnussberge

Rot und grün sind ja die klassischen Weihnachtsfarben. Auf dem Plätzchenteller ist aber meistens nur die Farbe rot vertreten, denn viele Plätzchen werden mit roter Marmelade gefüllt. Grüne Plätzchen – Fehlanzeige! Bis jetzt, denn ich habe grüne Kekse mitgebracht, die ihr aber auch wunderbar außerhalb der Weihnachtszeit machen könnt, denn klassische Weihnachtsaromen sind nicht zu finden. Die Geschmackskombi aus Matcha, süßer weißer Schokolade, säuerlichen Kirschen und gehackten, gerösteten Haselnüssen schmeckt das ganze Jahr!

Auch dieses Konfekt ist wieder ganz schnell gemacht und kommt ohne backen aus.

200 g ganze Haselnüsse auf ein Blech geben und im Backofen rösten. Ich habe das im Holzofen gemacht und hatte keine Temperaturanzeige. Mit 180 Grad fahrt ihr aber bestimmt richtig. Die Nüsse immer im Auge behalten, damit sie nicht verbrennen.

Aus dem Ofen nehmen und die Schale mit einem Handtuch abrubbeln.

Dann die Nüsse hacken.

Wer keine Zeit zum Nüsse rösten und hacken hat, kann auch fertige gehackte Haselnusskerne verwenden.

100 g getrocknete Sauerkirschen hacken.

200 g weiße Kuvertüre in der Mikrowelle schmelzen.

1/2 TL Matchapulver unterrühren.

Dann die gehackten Haselnüsse und Sauerkirschen unter die nun grüne Kuvertüre rühren.

Mit 2 Teelöffeln Häufchen der Masse aufs Backpapier geben und trocknen lassen.

 

Mit diesem Rezept möchte ich frohe Weihnachten wünschen und einen guten Rutsch in ein schönes neues Jahr. Ich freue mich über jeden Einzelnen von Euch, der auf meinem Blog kommt um in meinen Rezepten zu stöbern!

Spekulatiuskugeln

Wer hat Lust auf „Plätzchen“ die man nicht backen muss, die ganz schnell fertig sind, kinderleicht zu machen sind und für die man nur 4 Zutaten braucht? Na, alle Hände oben? Und als Info für alle, die noch zögern: Eine der Zutaten ist Erdnussbutter!!!

So richtige Plätzchen sind es natürlich nicht, die guten Stücke lassen sich auch wunderbar als Pralinen an den Mann bringen. Gehaltvoll genug sind sie dafür auf alle Fälle!

Außerdem könnt ihr beim Zubereiten wunderbar jegliche negative Energie, die sich in zeitraubendem Geschenkeshopping, vollen U-Bahnen und sonstigen nervigen Erlebnissen aufgebaut haben, wieder loswerden. Diese Kugeln eignen sich also auch wunderbar als Therapie! Besonders, wenn während der Zubereitung dem Koch / der Köchin Glühwein in ausreichender Menge zugeführt wird!

Also los, machen wir uns an die Zubereitung:

250 g Spekulatiuskekse zerbröseln.

Ich habe die Kekse dafür in eine Gefriertüte gepackt und die Tüte dann mit dem Nudelholz malträtiert (das ist der Teil, bei dem man negative Energie los wird! )

Anschließend rührt ihr die Schale einer Orange und ca. 200 g Erdnussbutter unter.

Ich hatte nur crunchy Erdnussbutter da, es funktioniert aber bestimmt auch mit der cremigen Variante wunderbar.

Das Ganze stellt ihr dann ein Stündchen kalt und trinkt ein Glas Glühwein (das gehört wiederum zur Therapie und trägt deshalb nicht unerheblich zum Gelingen der Kugeln bei!)

Aus dem Erdnussbutter-Orangen-Spekulatiusteig form ihr nun mit den Händen Kugeln. Bei mir wollten sie nicht gleich ihre kugelige Form wahren. Nachdem ich meine Hände angefeuchtet habe und auch nach jeder Kugel wieder meine Hände nass gemacht habe, hat es aber wunderbar geklappt.

Falls ihr die Kugeln nun noch etwas instabil findet, stellt ihr sie nochmal kurz kalt.

Für die Ummantelung der Kugeln schmelzt ihr 200g  Kuvertüre.

Jede Kugel taucht ihr kurz in die Kuvertüre und gebt sie dann auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.

Wer will verziert die Kugeln anschließend noch.

Ich habe lieber an meinem Glühwein genippt!

Weihnachtlicher Schokokuchen mit Kaffee

Wie wohl die meisten Foodblogger habe ich eine Schwäche für Backformen. Ich muss mich regelmäßig bremsen Neue zu kaufen. Meistens landet der Teig ja dann doch in einer Gugelhupfform oder einer Springform. Diese Sternform schafft es meistens nur einmal im Jahr aus dem Schrank. Gelohnt hat sie sich trotzdem, denn ich habe einfach jedes Jahr im Advent wieder Freude daran. Das einzig Heikle daran ist es den Kuchen nach dem Backen in Stücke zu schneiden und es gibt hier durchaus Leute, die sich aufgrund der ungewöhnlichen Form das Recht herausnehmen unkonventionelle Kuchenstücke herauszuscheiden. Ich bin aber hier ein Monk und sage, es ist unmöglich in der Mitte des Kuchens anzufangen, denn man isst auch hier von außen nach innen! Wie seht ihr das?

Der Kuchen der hier in der Form gelandet ist, war übrigens köstlich und verdient es auch außerhalb der Adventszeit nachgebacken zu werden. Durch den geringen Mehlanteil hat er eine fast mousseartige Konsistenz und ist alles andere als trocken. Die Menge ist ausreichend für eine Springform mit 24 cm Durchmesser.

150 g Butter mit 150 g Zartbitterschokolade schmelzen.

70 ml starken Espresso kochen und etwas abkühlen lassen.

50 g Mehl, 20 g Speisestärke und 1 Messerspitze Backpulver mischen und beiseite stellen.

4 Eier mit 150 g Zucker sehr schaumig schlagen. Anschließend den Kaffee und 1 EL Rum einrühren. Die Schokobutter unter ständigem Rühren einfließen lassen.

Zum Schluss die Mehlmischung unterheben. Nur so lange unterheben, wie unbedingt nötig!

Den Teig in die gefettete und gemehlte Form geben.

Bei 160 Grad Heißluft ca. 45 Minuten backen.

Schoko-Karamell-Plätzchen

So, zack, November und eiskalt- das ging ja schnell. Gefühlt bin ich doch gerade noch in der Sonne draußen gesessen und konnte noch gar nicht so richtig glauben, dass der Herbst da ist. Und nur noch ein paar Mal schlafen und schon steht der erste Advent vor der Tür. Langsam steht also Deko auf dem Plan und Plätzchen zu backen klingt jetzt auch nicht mehr wirklich abwegig.

Jetzt keine Panik, ich habe ein Rezept, das mit mittlerem Aufwand das maximale Ergebnis produziert. Oder hört sich Karamell + Schokolade + Mürbteig nicht verlockend an?

Das Rezept reicht für ein halbes Backblech. Ich habe den Mürbteig einfach in einer runden Springform gebacken. Die nicht sooo schönen runden Stücke dürfen dann schon vor dem ersten Advent verspeist werden. Also Achtung, es kann zu Diskussionen kommen, ob nicht etwa dieses oder jenes Stück nicht vielleicht doch noch gegessen werden MUSS… 🙂

Für eine Springform oder ein halbes Backblech:

Einen Mürbteig kneten aus 200 g Mehl, 1 TL Backpulver, 80 g Zucker, 100 g Butter und einem kleinen Ei. Den Teig in die Springform drücken, ohne einen Rand hochzuziehen. Bei 160 Grad Heißluft ca. 20 Minuten backen. Ich heize den Ofen dafür nicht extra vor.

Für das Karamell: 

200 g Zucker mit 4 EL Wasser karamellisieren lassen. 180 ml Schlagsahne einrühren und alles kochen lassen, bis es eine homogene Masse und cremig bis zähflüssig ist. Mit dem Karamell sehr vorsichtig verfahren, da es seeehr heiß ist! 100 g Mandelblättchen einrühren, alles sofort auf den gebackenen Mürbteig verstreichen und abkühlen lassen.

Währenddessen den Schokoguss vorbereiten:

300 g Zartbitterschokolade mit 200 g Sahne in der Mikrowelle auflösen und dann auf das Karamell gießen und verstreichen.

Alles gut abkühlen lassen und dann in kleine Würfel schneiden.

Zitronenkuchen mit Frischkäsetopping

Macht sauer lustig? So heißt es doch immer, oder? Bei diesem Kuchen sorgt eine gewisse Säure jedenfalls definitiv für gute Laune, zumindest ging es mir so. Das gute Stück ist zwar etwas aufwendiger, schließlich sind es drei Arbeitsgänge, bis der Zitronenkuchen auf dem Kaffeetisch stehen kann, dafür entlohnt das Endergebnis aber mit einem einmaligen Geschmackserlebnis. Der mürbe Boden, der leicht säuerliche Belag und darauf das cremige Topping, ein echter Genuss, das haben zumindest meine Mitesser und ich so empfunden.

Für eine Springform mit 18 cm Durchmesser

Für den Boden:

150 g Mehl, 40 g  Puderzucker, 1 kleines Ei und 100 g Butter verkneten. Den Teig in den Boden der Springform drücken und bei 160 Grad Heißluft ca. 10 Minuten vorbacken.

Für den Belag:

2 Eier mit 100 g Zucker, dem Saft einer halben Zitrone und deren Abrieb cremig rühren. Diese Masse auf den vorgebackenen Kuchen geben und nochmals für ca. 15 Minuten backen

Für das Topping:

100 g Frischkäse mit 100 g Puderzucker und dem Saft einer halben Zitrone verrühren und auf dem noch heißen Kuchen verstreichen.

Den Kuchen abkühlen lassen und dann genießen!

Kroatische Cremeschnitte

Ab heute ist er wohl endgültig da: Der kalte, nasse Herbst. Aber wie gut, dass man den Sommer zumindest in Gedanken ganz schnell zurückholen kann. Ich mache das mit einem Rezept, dass mich sofort an meinen Sommerurlaub in Opatija erinnert. In Kroatien gibt es nämlich an jeder Ecke Cremeschnitten zu kaufen. Daheim habe ich dann erst einmal gegoogelt und aus vielen verschiedenen Rezepten und Hinweisen mein eigenes Rezept gebastelt. Ich wollte es nämlich nicht ganz so cremelastig und den Biskuitteig, den ich noch tiefgefroren da hatte, gerne auch noch etwas zur Geltung kommen lassen. Wer keine Lust darauf hat einen Biskuitteig vorzubereiten, kann auch einfach Blätterteig verwenden.

Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:

3 Eier trennen

Das Eiweiß mit 25 g Zucker steif schlagen.

Die Eigelb mit 75 Zucker verrühren, 1 Päckchen Vanillepuddingpulver, 2 EL Mehl und 200 ml Milch unterrühren.

Die Eigelbmischung in 500 ml Milch einmal kurz aufkochen lassen.

Das steifgeschlagene Eiweiß unter die heiße Eigelbmischung unterrühren.

Diese Mischung zwischen die beiden Hälfen eines aufgeschnittenen Biskuitbodens geben.