Kroatische Sachertorte

Kroatische Sachertorte? Sachertorte ist doch österreichisch! Das denkt ihr doch jetzt alle, stimmts? Seit ich in Opatija war, weiß ich aber, dass es Sachertorte nicht nur in Österreich gibt. In Opatija gibt es die an jeder Ecke, was an der österreichischen Geschichte von Kroatien liegt. Kroatien war schließlich einmal Teil von Österreich-Ungarn. Zu K. u. K. Zeiten stellten allerdings die italienischsprachigen Bewohner die Bevölkerungsmehrheit. Die illustren Urlauber ließen sich mit Eröffnung der ersten Bahnstrecke die berühmte Sachertorte aus Wien importieren. Mit der Zeit kamen aber natürlich eigene Rezepte zustande und heute kann man wirklich an jeder Ecke in Opatija Sachertorte kaufen.

Bisher habe ich mich noch nie an Sachertorte versucht, vor allem Dingen, weil mich das Original in Wien nicht richtig überzeugen konnte. In Opatija habe ich allerdings ein ganz köstliches Exemplar probiert. Wieder daheim wollte ich es unbedingt versuchen und ich finde mein Expemplar äußerst gelungen. Sie ist saftig, schokoladig, fruchtig und hat durch den Likör auch ein paar Umdrehungen!

Für eine 26er Springform:

6 Eier trennen. Das Eiweiß mit 150 g Zucker steif schlagen.

150 g Zartbitterkuvertüre in der Mikrowelle schmelzen, währenddessen 100 g Marzipanrohmasse klein schneiden. Das Eigelb der 6 Eier mit 150 g weicher Butter und der geschmolzenen Kuvertüre cremig rühren, anschließend das Marzipan unterrühren. Nun 50 ml Likör der Wahl (ich habe Brombeerlikör genommen) in die Masse einrühren.

150 g Mehl mit 3 EL Kakaopulver und 1 TL Backpulver sieben, anschließend 80 g Mandeln dazugeben und vermischen.

Zuerst die Hälfte der Mehlmischung in die Schokoladenmasse einrühren und dann die erste Hälfte des Eiweißes unterheben. Mit der zweiten Mehlhälfte und Eiweißhälfte genauso verfahren.

In die vorbereitete Springform geben und bei 160 Grad ca. 50 Minuten backen.

Für die Füllung:

Auskühlen und dann je nach Lust und Laune 1-2 durchschneiden. Jeden Boden mit ca. 50 ml Likör nach Wahl tränken. 400 g Johannisbeergelee erwärmen und auf alle Böden geben. Den Kuchen wieder zusammensetzen. Er sollte auch außen getränkt und mit Gelee bestrichen sein. Den Kuchen nun ein paar Stunden kalt stellen, damit das Gelee wieder fest werden kann.

Für den Guss:

150 Zartbitterkuvertüre mit 150 g Sahne schmelzen. Den Guss nun gleichmäßig auf und um die Torte verteilen.

Die Sachertorte sollte nun am besten über Nacht kalt gestellt werden damit sie richtig durchziehen kann und sich die Aromen richtig verteilen können.

Blätterteig-Zimtschnecken

Das kennt ihr bestimmt auch: Ihr seid eingeladen und sollt etwas selbst gebackenes mitbringen und dann gibt es doch Probleme mit dem Zeitmanagement? Bitte, bitte, sagt, dass ich nicht die Einzige bin!

Also etwas gekauftes ist natürlich keine Option, zwecks Ehre und so…. Aber so richtig komplett selber machen geht sich auch nicht mehr aus.  Dafür habe ich, tadaaaa die Lösung: Selbstgemachte Blätterteigschnecken. Für den Kauf von Blätterteig landet man nämlich nicht im Fegefeuer, den macht wirklich fast niemand selber. Mascarpone und Zimtzucker dazu und fertig sind wunderbare Zimtschnecken. Am besten sind sie frisch gebacken und lauwarm, vielleicht eine Kugel Vanilleeis dazu und fertig! Sie sind die perfekte Mischung aus knusprig und weich und zimtig und süß…

Für eine Springform mit 18 cm Durchmesser:

2 Rollen Blätterteig auf dem Backpapier ausrollen. Mit 200 g Mascarpone bestreichen. Diesen am besten vorher kurz in die Mikrowelle geben, damit er streichfähiger wird. Mit einer Mischung aus 100 g Zucker und 1 EL Zimt bestreuen.

Den Blätterteig in 5 cm breite Streifen parallel zur kurzen Seite schneiden und anschließend aufrollen. Mit der Schnittfläche nach oben in die Springform setzen und bei 160 Grad Heißluft ca. 30 Minuten backen.

Patéis de Nata

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Gebäck, dass flott zubereitet ist und trotzdem schmeckt, ist ja gar nicht so einfach zu finden. Die Pastéis de Nata, die ich euch heute zeige, gehören aber definitiv zu dieser raren Sorte. Innerhalb von ein paar Minuten sind sie vorbereitet und stehen dann nach einer kurzen Backzeit fertig auf dem Tisch. Meine Pastéis de Nata sind etwas blass geblieben, beim nächsten Mal werde ich sie noch ein Minütchen länger drin lassen. Aber ich bin schon sehr angetan von diesen kleinen Köstlichkeiten. Ich habe mich hier an die Version von Jamie Oliver gehalten und das hat auch ohne Probleme geklappt.

Für 12 Stück

1 Rolle Blätterteig ausrollen und großzügig mit Zimtpulver bestreuen. Dann von der langen Seite her aufrollen und in 12 Stücke schneiden. Jedes Stück aufrecht in die Muffinform setzen, so dass man die Rollenform von oben sieht, platt drücken und die Muffinform damit auskleiden.

Ca. 10 Minuten bei 160 Grad Heißluft backen.

In der Zwischenzeit 200 g Crème fraîche mit 2 Eiern, Vanille und ca. 6 EL Zucker verrühren.

Die Backform aus dem Ofen nehmen, mit einem Teelöffel den Blätterteig flacher drücken, damit die Füllung Platz hat. Dann die Cremefüllung auf die Förmchen verteilen und weitere 8 Minuten in den Backofen geben.

Schoko-Bananen Torte

Mit diesem Tortenträumchen möchte ich euch allen ein wunderschönes Osterfest wünschen!

Bananen mit Schokolade sind für mich eine der ultimativen Kombinationen im süßen Bereich und deshalb natürlich auch an Ostern nicht verkehrt. Leider darf ich die zwei auf der Kuchentafel nur selten zusammenbringen, denn nicht jeder mag die zwei so wie ich. Was ein echter Jammer ist, denn ich finde das Bild verspricht echt nicht zu viel. Ein wahrer Genuss, diese Torte mit ihren Schichten aus Schokobiskuit, Bananencreme, Sahne und Schokoguss. Also ran an die Rührschüsseln, diese Schoko-Bananen-Torte müsst ihr unbedingt nachmachen!

Den Biskuitteig würde ich zwei Tage vor dem Kuchenklatsch machen. Am Vortag die Torte fertig stellen, dann kann sie noch einmal über Nacht durchziehen und die Cremes werden richtig fest.

Für den Biskuitteig:

3 Eier mit 80 g Zucker ca. 10 Minuten lang schaumig schlagen. Dann eine Mischung aus 80 g Mehl, 20 g Kakaopulver und 1 TL Backpulver vorsichtig unterheben. In die Springform geben und bei 160 Grad Heißluft ca. 30 Minuten backen. Anschließend auskühlen lassen.

Für die Bananenschicht:

Aus 1/2 Liter Bananensaft und 2 EL Zucker mit 1 Päckchen Vanillepuddingpulver einen Pudding laut Packungsanweisung kochen.

3 Bananen in Scheiben schneiden auf den Boden geben. Die Form mit einem Tortenring umstellen und den Bananenpudding darauf geben. Abkühlen lassen.

Für die Cremeschicht:

6 Blatt Gelatine einweichen. In der Zwischenzeit 300 g Schlagsahne steif schlagen. In einer zweiten Schüssel 400 g Magerquark mit 70 g Zucker verrühren.  Die aufgelöste Gelatine in die Quarkmischung einrühren. Anschließend die Sahne unterheben.

Die Masse auf die Bananenmischung geben.

Für die Schokoschicht:

1 Tafel Zartbitterschokolade mit 100 g Sahne in der Mikrowelle auflösen und mit einer Gabel cremig rühren. Die Masse etwas abkühlen lassen und dann auf die Cremeschicht streichen.

 

Pfirsich-Joghurt Torte

Hach, dieses tolle Wochenende schreit förmlich nach einer Torte! Die Sonne scheint so warm und endlich blüht und grünt wieder alles, ich finde es einfach wunderbar. Da schmeckt so ein Stück einer fruchtigen, cremigen Pfirsich-Joghurt-Torte, die man dann auch noch draußen essen kann, einfach nochmal so gut. Probiert es doch einfach aus, ich freue mich, wenn ihr mir über eure Backergebnisse berichtet.

Für eine 26er Springform:

Für den Biskuit:

3 Eier mit 1 1/2 EL Wasser schaumig schlagen, dabei 120 g Zucker einrieseln lassen. Am besten ca. 8-9 Minuten lang schaumig rühren!

Dann eine Mischung aus 105 g Mehl, 45 g Speisestärke und 1 1/2 TL Backpulver unterheben.

Bei 160 Grad Heißluft ca. 30 Minuten lang backen. Anschließend abkühlen lassen und einmal durchschneiden.

Für die Füllung:

5 Blatt Gelatine einweichen lassen. In der Zwischenzeit die Pfirsiche aus einer großen Dose pürieren (ca. 500 g). Aufgelöste Gelatine einrühren und anziehen lassen.

8 Blatt Gelatine auflösen. Währenddessen 500 g Quark, 300 g Joghurt und 100 g Crème fraîche mit 120 g Zucker verrühren, dann die aufgelöste Gelatine unterrühren.

300 ml Schlagsahne steif schlagen und dann die Quarkmischung unterrühren.

Einen Tortenring um den untersten der beiden Tortenteile legen.

Etwas von dem Pfirsichpüree auf die beiden Tortenböden geben, anschließend das Pfirsichpüree so unter die Quark-Sahne-Mischung rühren, dass noch Schlieren zu sehen sind. Die Pfirsichmasse sollte dafür schon etwas angezogen sein. Ich war leider nicht geduldig genug, deswegen sind die Schlieren bei mir nicht so deutlich zu sehen.

Etwas von dieser Creme auf den ersten Boden geben, den 2. Boden darauf setzen und die restliche Creme darüber geben und glatt streichen.

Dann die Torte am besten über Nacht kühl stellen, damit die Gelatine richtig anziehen kann. Erst dann den Tortenring wieder abziehen.

Falls man die Torte transportieren möchte, dann lasst ihr den Tortenring auch beim Transport an der Torte und nehmt ihn erst am Bestimmungsort ab. So kann man sicher stellen, dass die Torte heil ankommt.

Zitroniger Quarkkuchen

Der Frühling naht! Mit ein paar Blumen habe ich diesen auch direkt schon in’s Haus geholt. Zu den Blumen macht sich natürlich auch ein Kuchen fein auf dem Kaffeetisch. Also nicht nur was für’s Auge, sondern auch für den Gaumen! Ich habe mich für einen zitronigen Rührkuchen mit Quark entschieden. Denn der hält sich locker ein paar Tage ohne auszutrocknen. Ich habe ihn in einer Königskuchenform gemacht, was den Vorteil hat, dass man es mit dem Ausfetten der Form nicht allzu genau nehmen muss. Nach dem Ausfetten mehle ich die Form immer. Viele nehmen Semmelbrösel dafür, ich mag das nicht so. Leider habe ich den Kuchen einige Minuten zu spät aus dem Ofen geholt, 60 Minuten, wie üblich bei einem Rührkuchen hätten locker gereicht, aber wie das so ist, wenn man sich bei einem Kaffee ein paar Türen weiter verratscht…

Für eine 30 cm Königskuchenform:

250 g Butter mit 5 Eiern und 250 g Zucker schaumig rühren. Währenddessen die Zesten einer Zitrone einrühren. Dann 250 g Quark (20%) löffelweise unterrühren. Anschließend 270 g Mehl, 30 g Stärkemehl und 1 Päckchen Backpulver vermischen und nur kurz unter die Masse ziehen.

In die gefettete, gemehlte Form geben.

Ca. 60 Minuten bei 160 Grad Heißluft backen.

Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestreuen.

Zimt-Brownies

zimt-brownies

Brownies schmecken fast jedem, stimmts? Und schnell gemacht sind sie auch noch. Der ein oder andere verzichtet zwar in der Fastenzeit auf solche Genüsse, ich finde aber, dass so ein Stückchen Kuchen die Laune an einem schlechtem Tag wahnsinnig verbessern kann. Und allein das ist es doch schon wert.

Für eine 26er Springform

200 g Butter mit 200 g Zartbitterschokolade in der Mikrowelle schmelzen.

In der Zwischenzeit 4 Eier mit 250 g Zucker schaumig rühren. Anschließend die lauwarme Schokomischung unterrühren. Dann eine Mischung aus 160 g Mehl, 1 TL Zimt und 3 EL Kakaopulver nur kurz unterrühren.

Bei 160 Grad Heißluft ca. 30 Minuten backen.

Auf den erkalteten Kuchen das Frosting geben:

Dafür 3 EL Butter mit 3 EL Kakao aufschlagen, 125 g Puderzucker und ca. 3 EL Milch dazugeben und schaumig schlagen.