Schmandtorte

 

Es gab hier schon viel zu lange keinen Käsekuchen mehr! 🙂

Wobei es sich genau genommen gar nicht um einen Käsekuchen handelt. Die cremige Füllung entsteht nämlich durch den Schmand. Was hier auch zum ersten Mal bei mir geklappt hat: Die Kuchendecke ist beim Backen nicht eingerissen. Beim normalen Käsekuchen passiert das nämlich immer bei mir. Finde ich auch gar nicht so schlimm und deswegen wende ich auch keinen der zahlreichen Tipps und Tricks an, von denen man so hört. Aber hier habe ich den Kuchen wirklich nur ganz normal gebacken und es ist nichts passiert. Perfekt also, wenn der Kuchen auch über die Optik etwas hermachen soll.

Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:

120 g Butter mit 190 g Mehl, 60 g Puderzucker, 10 g Speisestärke und 1 Eigelb verkneten. In einer Springform verteilen und einen Rand hochziehen.

Bei 160 Grad Heißluft ca. 15 Minuten vorbacken.

Für die Füllung:

1 kg Schmand mit 120 g Zucker, 1 Päckchen Vanillepuddingpulver verrühren. Dann nur noch ganz kurz 2 Eier und 1 Eiweiß unterrühren.

Auf den vorgebackenen Boden geben und bei 120 Grad Heißluft ca. 50 – 60 Minuten fertigbacken.

Apfelmuskuchen

Ein Dauerbrenner, was einfache Kuchen betrifft, ist bei uns Marmorkuchen. Aber letztens hatte ich noch Apfelmus über und das wollte ich unbedingt in einem Kuchen unterbringen. Joghurt war auch noch im Kühlschrank, aber ansonsten hatte ich keine besonderen Zutaten da. Aus dem Wunsch ist dann dieser Apfelmuskuchen entstanden, der schnell gemacht und richtig saftig und fruchtig ist. Perfekt um an einem Sonntagnachmittag alle richtig zufrieden zu machen ohne ewig in der Küche stehen zu müssen, denn wer will das schon bei den momentanen Temperaturen. Wer keine Lust hat, Apfelmus selber zu machen, kann natürlich auch eines aus dem Glas verwenden. Dann einfach die Zuckermenge ein wenig anpassen, wenn das Apfelmus bereits gezuckert ist. Dass bei mir die Energie bei steigenden Temperaturen etwas nachlässt, erkennt man übrigens auch an dem Foto, mit dem ich ja nicht  wirklich zufrieden bin. Aber es wäre zu schade, wenn das Rezept sang- und klanglos untergeht.

Für eine Kastenform:

175 g weiche Butter mit 300 g Zucker cremig rühren. 3 Eier dazu geben und weitere 3 Minuten rühren. Anschließend 350 g ungezuckertes Apfelmus und 150 g Vollmilchjoghurt unterrühren.

400 g Mehl mit 1 Päckchen Backpulver und etwas Zimt vermischen.

Diese Masse unter den Teig rühren und in die gefettete Kastenform geben.

Bei 160 Grad Heißluft ca. 1 Stunde backen.

 

Käsekuchen vom Blech mit Erdbeeren

Die Erdbeersaison MUSS man einfach komplett ausnutzen. Am besten natürlich mit einem Erdbeerkuchen. Am liebsten mag ich die Früchte dann in ungekochter Form, aber in Verbindung mit der Käsekuchenmasse und dem leckeren Mandelmürbteigboden ist diese Erdbeermarmelade einfach ein Traum. Man kann den Kuchen natürlich genauso in einer normalen Springform machen, dafür halbiert ihr einfach die Angaben meines Rezepts, die für ein herkömmliches Backblech ausreichend sind. Der Kuchen lässt sich auch wunderbar mit gefrorenen Früchten machen, das habe ich hier nämlich auch gemacht. Jetzt können schließlich die restlichen Vorräte vom letzten Jahr aufgebraucht werden, denn endlich gibt es wieder frische Ware!

Für die Erdbeermasse:

500 g Erdbeeren mit 250 g Gelierzucker (1:2) pürieren. Die Massse aufkochen lassen und 3 Minuten köcheln lassen. 1 Päckchen Vanillepuddingpulver einrühren und nochmals kurz aufkochen lassen. Dann 300 g kleingewürfelte Erdbeeren unterrühren und die Erdbeermarmelade abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Mürbeteigboden herstellen:

300 g Mehl, 1 TL Backpulver, 200 g gemahlene Mandeln, 150 g Zucker und 250 g sehr weiche Butter in eine Schüssel geben und und zu einem Mürbteig verkneten. Den Teig auf ein Backblech geben und dort, am besten mit den Händen, verteilen.

Für die Quarkmasse:

600 g Frischkäse mit 400 g Magerquark, 100 ml Sahne, 40 g Mehl und 175 g Zucker verrühren. 5 Eier dazugeben und ebenfalls unterrühren.

Die Quarkmasse auf den Mürbteig geben.

Die Erdbeercreme auf die Quarkmasse geben und mit einer Gabel in Schlieren unterziehen.

Bei 150 Grad Heißluft ca. 50-55 Minuten backen.

Kroatische Sachertorte

Kroatische Sachertorte? Sachertorte ist doch österreichisch! Das denkt ihr doch jetzt alle, stimmts? Seit ich in Opatija war, weiß ich aber, dass es Sachertorte nicht nur in Österreich gibt. In Opatija gibt es die an jeder Ecke, was an der österreichischen Geschichte von Kroatien liegt. Kroatien war schließlich einmal Teil von Österreich-Ungarn. Zu K. u. K. Zeiten stellten allerdings die italienischsprachigen Bewohner die Bevölkerungsmehrheit. Die illustren Urlauber ließen sich mit Eröffnung der ersten Bahnstrecke die berühmte Sachertorte aus Wien importieren. Mit der Zeit kamen aber natürlich eigene Rezepte zustande und heute kann man wirklich an jeder Ecke in Opatija Sachertorte kaufen.

Bisher habe ich mich noch nie an Sachertorte versucht, vor allem Dingen, weil mich das Original in Wien nicht richtig überzeugen konnte. In Opatija habe ich allerdings ein ganz köstliches Exemplar probiert. Wieder daheim wollte ich es unbedingt versuchen und ich finde mein Expemplar äußerst gelungen. Sie ist saftig, schokoladig, fruchtig und hat durch den Likör auch ein paar Umdrehungen!

Für eine 26er Springform:

6 Eier trennen. Das Eiweiß mit 150 g Zucker steif schlagen.

150 g Zartbitterkuvertüre in der Mikrowelle schmelzen, währenddessen 100 g Marzipanrohmasse klein schneiden. Das Eigelb der 6 Eier mit 150 g weicher Butter und der geschmolzenen Kuvertüre cremig rühren, anschließend das Marzipan unterrühren. Nun 50 ml Likör der Wahl (ich habe Brombeerlikör genommen) in die Masse einrühren.

150 g Mehl mit 3 EL Kakaopulver und 1 TL Backpulver sieben, anschließend 80 g Mandeln dazugeben und vermischen.

Zuerst die Hälfte der Mehlmischung in die Schokoladenmasse einrühren und dann die erste Hälfte des Eiweißes unterheben. Mit der zweiten Mehlhälfte und Eiweißhälfte genauso verfahren.

In die vorbereitete Springform geben und bei 160 Grad ca. 50 Minuten backen.

Für die Füllung:

Auskühlen und dann je nach Lust und Laune 1-2 durchschneiden. Jeden Boden mit ca. 50 ml Likör nach Wahl tränken. 400 g Johannisbeergelee erwärmen und auf alle Böden geben. Den Kuchen wieder zusammensetzen. Er sollte auch außen getränkt und mit Gelee bestrichen sein. Den Kuchen nun ein paar Stunden kalt stellen, damit das Gelee wieder fest werden kann.

Für den Guss:

150 Zartbitterkuvertüre mit 150 g Sahne schmelzen. Den Guss nun gleichmäßig auf und um die Torte verteilen.

Die Sachertorte sollte nun am besten über Nacht kalt gestellt werden damit sie richtig durchziehen kann und sich die Aromen richtig verteilen können.

Blätterteig-Zimtschnecken

Das kennt ihr bestimmt auch: Ihr seid eingeladen und sollt etwas selbst gebackenes mitbringen und dann gibt es doch Probleme mit dem Zeitmanagement? Bitte, bitte, sagt, dass ich nicht die Einzige bin!

Also etwas gekauftes ist natürlich keine Option, zwecks Ehre und so…. Aber so richtig komplett selber machen geht sich auch nicht mehr aus.  Dafür habe ich, tadaaaa die Lösung: Selbstgemachte Blätterteigschnecken. Für den Kauf von Blätterteig landet man nämlich nicht im Fegefeuer, den macht wirklich fast niemand selber. Mascarpone und Zimtzucker dazu und fertig sind wunderbare Zimtschnecken. Am besten sind sie frisch gebacken und lauwarm, vielleicht eine Kugel Vanilleeis dazu und fertig! Sie sind die perfekte Mischung aus knusprig und weich und zimtig und süß…

Für eine Springform mit 18 cm Durchmesser:

2 Rollen Blätterteig auf dem Backpapier ausrollen. Mit 200 g Mascarpone bestreichen. Diesen am besten vorher kurz in die Mikrowelle geben, damit er streichfähiger wird. Mit einer Mischung aus 100 g Zucker und 1 EL Zimt bestreuen.

Den Blätterteig in 5 cm breite Streifen parallel zur kurzen Seite schneiden und anschließend aufrollen. Mit der Schnittfläche nach oben in die Springform setzen und bei 160 Grad Heißluft ca. 30 Minuten backen.

Patéis de Nata

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Gebäck, dass flott zubereitet ist und trotzdem schmeckt, ist ja gar nicht so einfach zu finden. Die Pastéis de Nata, die ich euch heute zeige, gehören aber definitiv zu dieser raren Sorte. Innerhalb von ein paar Minuten sind sie vorbereitet und stehen dann nach einer kurzen Backzeit fertig auf dem Tisch. Meine Pastéis de Nata sind etwas blass geblieben, beim nächsten Mal werde ich sie noch ein Minütchen länger drin lassen. Aber ich bin schon sehr angetan von diesen kleinen Köstlichkeiten. Ich habe mich hier an die Version von Jamie Oliver gehalten und das hat auch ohne Probleme geklappt.

Für 12 Stück

1 Rolle Blätterteig ausrollen und großzügig mit Zimtpulver bestreuen. Dann von der langen Seite her aufrollen und in 12 Stücke schneiden. Jedes Stück aufrecht in die Muffinform setzen, so dass man die Rollenform von oben sieht, platt drücken und die Muffinform damit auskleiden.

Ca. 10 Minuten bei 160 Grad Heißluft backen.

In der Zwischenzeit 200 g Crème fraîche mit 2 Eiern, Vanille und ca. 6 EL Zucker verrühren.

Die Backform aus dem Ofen nehmen, mit einem Teelöffel den Blätterteig flacher drücken, damit die Füllung Platz hat. Dann die Cremefüllung auf die Förmchen verteilen und weitere 8 Minuten in den Backofen geben.

Schoko-Bananen Torte

Mit diesem Tortenträumchen möchte ich euch allen ein wunderschönes Osterfest wünschen!

Bananen mit Schokolade sind für mich eine der ultimativen Kombinationen im süßen Bereich und deshalb natürlich auch an Ostern nicht verkehrt. Leider darf ich die zwei auf der Kuchentafel nur selten zusammenbringen, denn nicht jeder mag die zwei so wie ich. Was ein echter Jammer ist, denn ich finde das Bild verspricht echt nicht zu viel. Ein wahrer Genuss, diese Torte mit ihren Schichten aus Schokobiskuit, Bananencreme, Sahne und Schokoguss. Also ran an die Rührschüsseln, diese Schoko-Bananen-Torte müsst ihr unbedingt nachmachen!

Den Biskuitteig würde ich zwei Tage vor dem Kuchenklatsch machen. Am Vortag die Torte fertig stellen, dann kann sie noch einmal über Nacht durchziehen und die Cremes werden richtig fest.

Für den Biskuitteig:

3 Eier mit 80 g Zucker ca. 10 Minuten lang schaumig schlagen. Dann eine Mischung aus 80 g Mehl, 20 g Kakaopulver und 1 TL Backpulver vorsichtig unterheben. In die Springform geben und bei 160 Grad Heißluft ca. 30 Minuten backen. Anschließend auskühlen lassen.

Für die Bananenschicht:

Aus 1/2 Liter Bananensaft und 2 EL Zucker mit 1 Päckchen Vanillepuddingpulver einen Pudding laut Packungsanweisung kochen.

3 Bananen in Scheiben schneiden auf den Boden geben. Die Form mit einem Tortenring umstellen und den Bananenpudding darauf geben. Abkühlen lassen.

Für die Cremeschicht:

6 Blatt Gelatine einweichen. In der Zwischenzeit 300 g Schlagsahne steif schlagen. In einer zweiten Schüssel 400 g Magerquark mit 70 g Zucker verrühren.  Die aufgelöste Gelatine in die Quarkmischung einrühren. Anschließend die Sahne unterheben.

Die Masse auf die Bananenmischung geben.

Für die Schokoschicht:

1 Tafel Zartbitterschokolade mit 100 g Sahne in der Mikrowelle auflösen und mit einer Gabel cremig rühren. Die Masse etwas abkühlen lassen und dann auf die Cremeschicht streichen.