Spekulatius-Apfel-Karamell-Schichtdessert

Spekulatius-Apfel-Karamell-Dessert
Um eine Anregung für das Dessert an den Festtagen zu liefern, bin ich etwas spät dran, ich weiß. Aber vielleicht schafft es der ein oder die andere ja doch noch.
Mir hat das Dessert jedenfalls so gut geschmeckt, dass ich es hier festhalten möchte, damit ich nächstes Jahr wieder darauf zurückgreifen kann.

300 g Spekulatiuskekse zerkleinern und zerbröseln. Die Hälfte davon in eine Schüssel oder in Dessertgläser geben.
300 g Apfelmus darüber verteilen.
200 ml Sahne steif schlagen. 125 g Magerquark und 125 g Frischkäse (oder Mascarpone) unterheben.
Die Hälfte der Creme auf dem Apfelmus verteilen.
100 g Karamellcreme (fertig gekauft z.B. von Bonne Maman (Werbung, unbezahlt und ohne Auftrag) oder selbst gemacht) auf der Sahne verteilen.
Die restlichen Kekse darauf verteilen. Darüber wiederum ca. 300 Apfelmus geben. Die restliche Creme darauf verstreichen und mit 100 g Karamellcreme abschließen.

Ich habe das ganze am Vortag zubereitet. Die Kekse waren dann komplett durchgezogen und so weich wie die Biskotten im Tiramisu. Wer darauf nicht steht, sollte das Dessert nicht so lange vor dem Verzehr zubereiten.

Mit diesem Rezept verabschiede ich mich in die Feiertage.
Ich wünsche euch allen wunderbare Festtage und einen guten Rutsch in ein tolles neues Jahr!

Orangen-Butter-Kürbis

Vegetarische bzw. vegane Küche ist buchstäblich in aller Munde, aber oft habe ich den Eindruck man vergisst dabei etwas ganz Essentielles: Es geht nicht darum auf etwas zu verzichten oder um exotische Ersatzprodukte, sondern darum die „Urzutaten“, das Gemüse mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Anjte de Vries schafft genau das in ihrem Buch „Abenteuer Geschmack„. Es ist nämlich ausdrücklich kein veganes oder vegetarisches Kochbuch, sondern ein liebevoll gestaltetes Gemüsekochbuch. Ihre 15 Lieblingsgemüsesorten werden in einzelnen Kapiteln unter die Lupe genommen, das heißt es gibt köstliche Rezepte und viele interessante Hintergrundinfos. Die Rezepte enthalten hin und wieder auch ergänzend tierische Produkte, die aber oftmals problemlos entfallen können und sind keinesfalls die Hauptzutat.

Aber schon vor dem eigentlichen Kochen gibt es ganz viel zu Schmökern und zu Lernen: In einer Einführung geht es darum Geschmack zu verstehen bzw. dem Einfluss der Sinne auf den Geschmack. Als digitale Nomadin, die unter anderem als Beraterin der Spitzengastronomie arbeitet, kann Antje de Vries hierzu viele spannende Fakten liefern.

Ich habe aus dem Buch den Orangen-Butter-Kürbis nachgekocht. Das Rezept hat mich sofort angesprochen, weil in meiner liebsten Kürbissuppe Orangen auch ziemlich wichtig sind, ich mag die Frische der Orangen im Zusammenspiel mit dem milden Kürbis, und ich war gespannt auf das Mundgefühl in der veränderten Konsistenz der Zutaten. In „Abenteuer Geschmack“ kommt der Kürbis ohne weitere Beilage aus. Ich habe das Rezept mit einem pochierten Ei ergänzt, weil die Eier eh schon gut lange über dem MHD waren. Das hat sehr gut gepasst und geschmeckt. Ach ja, im Rezept wurde Muskat- oder Butternutkürbis vorgeschlagen. Ich habe Hokkaido verwendet, denn den hatte ich gerade eh schon da.

 

Für 2 Personen:

Einen kleinen Hokkaidokürbis entkernen und klein schneiden. Den Kürbis in 50 g Butter anschwitzen. Mit dem Saft einer großen Orange ablöschen.

Den Kürbis in ca. 15 Minuten weich dünsten.

Anschließend die abgeriebene Schale der Orange und Chili nach Geschmack hinzugeben, salzen.

Vor dem Servieren frischen Dill dazu geben.

Ich habe dazu ein pochiertes Ei gegeben.

Das Ei bereite ich folgendermaßen ganz fix in der Mikrowelle zu:

1 mikrowellenfeste Tasse halb mit Leitungswasser füllen. Ein Ei in die Tasse aufschlagen. Ca. 65 Sekunden in die Mikrowelle bei höchster Leistung geben. Das Wasser abgießen und das Ei servieren.

Nougatcreme mit Apfelkompott

Wer mag kein Nougat? Keine Hände oben – sehr gut! Dann habe ich etwas für euch. Eine wunderbar sahnige Nougatcreme und dazu ein fruchtiges Kompott und für den Crunch kommen dann noch ein paar Blätterkrokantbrösel oben drauf. Im Apfelkompott sind Rumrosinen, die habe ich aber klein püriert, denn nicht jeder ist auf die Stückchen scharf. So ist der wunderbare Geschmack im Kompott, aber es gibt kein unliebsamen Stückchen darin.

Ich habe das Dessert für eine größere Runde vorbereitet. Hierfür habe ich das ganze in Einweckgläschen geschichtet: Unten das Kompott, darüber die Creme und kurz vor dem Servieren habe ich die vorbereiteten Brösel darüber gestreut. Geschmacklich ist es aber optimaler, die Komponenten wie oben kurz vor dem Servieren zusammenzustellen. Das Apfelkompott hat einfach mehr Geschmack, wenn es nicht eiskalt aus dem Kühlschrank serviert wird.

Für 12 Personen:

Nougatcreme:

250 g Nougat mit 100 g Zartbitterschokolade in der Mikrowelle schmelzen. Etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit 400 ml Sahne mit 4 EL Puderzucker steif schlagen.

400 g griechischen Joghurt mit der geschmolzenen Schokolade verrühren.

Zum Schluss die Sahne unter die Joghurt-Schokoladenmasse heben.

 

Apfelkompott

500 g Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und würfeln. 15 g Butter mit 2 EL Zucker in einer Pfanne karamellisieren lassen. Anschließend die Äpfel dazugeben und nach ein paar Minuten mit einem Glas Apfelsaft ablöschen und so lange einköcheln lassen, bis die Äpfel weich sind.

Anschließend habe ich 2-3 EL Apfelkompott mit 50 g in Rum eingelegten Rosinen vermischt und diese anschließend püriert. Die pürierten Rumrosinen werden dann unter das Apfelkompott gemischt.

Zum Anrichten habe ich aus der Nougatcreme Nocken gestochen und mit dem Apfelkompott angerichtet. Das Apfelkompott schmeckt dann noch besser, wenn es bereits Zimmertemperatur hat. Bestreut habe ich das ganze mit klein gehacktem Blätterkrokant.

 

 

Halbgefrorenes mit Erdnussbutter und Schokoladenganache

Na, wer hat Ostern schon verdaut und wieder Lust auf etwas Süßes? Ich hätte da nämlich eine Dessertidee!

Ich weiß, ich habe schon lange nichts mehr von mir hören lassen. Aber irgendwie kam immer etwas dazwischen. Nun habe ich aber endlich mal wieder Zeit eines meiner Rezepte für euch (und natürlich auch für mich!) festzuhalten.

Das Beste: Es geht natürlich wieder ganz schnell und kann gut vorbereitet werden! Also perfekt für Partys oder Familienfeste.

Für 6 – 10 Portionen (je nach Appetit und Portionsgröße):

6 Kekse (ich habe Schokocookies genommen) zerbröseln und auf den Boden eurer Dessertgläser geben.

130 g Frischkäse mit 130 g Erdnussbutter und 60 g Zucker verrühren, anschließend 160 ml Sahne kurz unterrühren.

Die Crememasse auf die Kekse geben. Anschließend die Gläser in den Tiefkühler geben.

100 g Kuvertüre mit 100 ml Sahne schmelzen, dabei immer wieder mal umrühren.

Diese Ganache auf die Erdnussbuttercreme geben und anschließend wieder einfrieren.

Ich habe die Gläser vor dem Hauptgang aus dem Froster genommen und in den Kühlschrank gestellt. So waren sie ideal temperiert, als alle Lust auf die Nachspeise hatten.

Weiße Schokoladencreme

Was bringt ihr am liebsten zu Partys mit? Meine Antwort ist ganz eindeutig: Dessert!

Ich liebe es einfach, neue Desserts auszuprobieren. Zur letzten Feier wollte ich gerne etwas richtig schokoladiges beisteuern. Außerdem hatte ich Lust auf Frucht. Geworden ist es dann eine weiße Schokoladencreme getoppt mit Himbeeren, die der Creme die Schwere nehmen und genau die richtige Dosis Fruchtigkeit beisteuern.

Da frische Himbeeren momentan schwierig zu bekommen sind, bin ich auf Tiefkühlware ausgewichen. Da diese aufgetaut nicht den ganzen Abend ansehnlich bleiben, habe ich für das Partydessert eine Tüte Tiefkühlhimbeeren püriert und auf der schon gut durchgezogenen Schokocreme verteilt. Von der Schokocreme habe ich hierfür die 3-fache Menge des hier angegebenen Rezepts zubereitet und eine große Auflaufform gegeben.

Für die kleine Runde finde ich aber die oben gezeigte Variante der Präsentation aber besser.

Für 4-6 Personen:

200 g weiße Schokolade mit 100 ml Sahne in die Mikrowelle geben und darin schmelzen.

Anschließend 300 g Crème fraîche unterrühren.

In die gewünschten Formen geben und für ca. 1 Stunde kalt stellen. Anschließend mit Himbeeren belegen.

Pizza Bianca – weiße Pizza mit Tomaten

Eine weiße Pizza, eine Pizza Bianca gibt es nicht in jeder Pizzeria und ich habe bisher auch noch nie eine Zuhause gemacht. Zeit, das zu ändern. Sicherheitshalber habe ich zwei Varianten gemacht: Eine Pizza Bianca, so wie hier beschrieben und eine klassische Pizza Salami mit Tomatensauce. Erstaunlicherweise war die vegetarische weiße Pizza zuerst weg. Grund genug, das Rezept, das glücklicherweise auch noch ganz einfach ist, hier festzuhalten. Wichtig ist es nur, dass die Tomaten ein richtig festes Fleisch haben, sonst endet alles nur in Gematsche. Bei den Tomaten aus dem Eigenanbau meiner Mutter waren die Tomaten zum Glück genau richtig, lediglich mit den zwei zugekauften hatte ich nicht das große Los gezogen.

Für den Boden:

250 g Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde formen. In die Mulde 15 g frische Hefe bröckeln. Die Hefe mit 1/2 TL Zucker bestreuen. Dann 75 ml lauwarmes Wasser hinzugeben und mit der Hefe und etwas Mehl vom Rand verrühren.

Abgedeckt ca. 15 Minuten gehen lassen.

Zum gegangenen Teig 1/2 TL Salz, 75 ml lauwarmes Wasser und 2 EL Öl geben. Alles gut verkneten. Abgedeckt weitere 45 Minuten gehen lassen bis sich das Volumen des Teiges sichtbar vergrößert hat.

Den Teig auf Backblechgröße ausrollen.

200 g Schmand mit Salz, Pfeffer, Thymian und Rosmarin nach Geschmack verrühren.

Die Schmandmasse auf den Teig geben. Ca. 500 Fleischtomaten in dünne Scheiben schneiden (ich habe das mit einem Hobel gemacht). Die Tomatenscheiben auf die Schmandmasse geben. 2 TL Zucker und 2 EL Öl darüber träufeln und nochmals großzügig Thymian und Rosmarin darauf geben.

Bei 180 Grad Heißluft ca. 25 Minuten backen.

 

 

 

Brotsalalat – Panzanella

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich meinen ersten Brotsalat erst vor ein paar Monaten gegessen habe. Es ist ein Jammer, was ich die letzten Jahre (na ja, eher Jahrzehnte) verpasst habe. Meine Cousine hatte geheiratet und beim Abendbuffet der Hochzeit war Panzanella, wie er im Original genannt wird, Teil des Buffets und ich konnte gar nicht genug davon bekommen. Für mich stand deshalb auch fest, dass es den Salat bei mir im Sommer auch geben wird. Mittlerweile gab es Panzanella nicht nur einmal bei mir, sondern schon ganz häufig, in meiner eigenen Variante. Er ist schnell gemacht und ideal bei hochsommerlichen Temperaturen.

Ihr könnt hier wunderbar altes Brot oder Semmeln (für die Nichtbayern: Brötchen :-))verwerten, wenn ihr frisches verwendet, müsst ihr es, wie im Rezept beschrieben, kross in der Pfanne anbraten.

Für eine große Schüssel:

200 g scharfe, kleingeschnittene Salami in einer Pfanne in etwas Olivenöl anbraten. Währenddessen ein Baguette in Würfel schneiden.

Die Salami aus der Pfanne nehmen und die Brotwürfel im verbleibenden Öl kross braten.

In eine Schüssel kleingeschnittene Kirschtomaten, gewaschenen grünen Salat (oder Rucola) geben und und mit einem Dressing aus weißem Balsamico, Öl, Salz und Pfeffer versehen. Die Brotwürfel und die Salami dazugeben und am Schluss frisch geriebenen Parmesan darüber streuen.

Einmal alles kurz durchmischen, fertig!

Pasta mit Sommergemüse

Wenn die ersten Zucchini reif werden, dann müssen auch mal neue Rezepte her, Abwechslung ist schließlich wichtig, damit man ihrer nicht überdrüssig wird. Hier ist ein ganz schnelles Rezept, dass richtig lecker ist und mal ehrlich: Pasta geht immer! Die Pasta mit Sommergemüse schmeckt übrigens auch noch kalt, wenn ihr nicht alles schafft, eine sommerliche Variante eines Nudelsalats sozusagen! Ideal auch, um eine leckere Lunchbox für die Mittagspause in der Arbeit zu füllen!

Für 4 Personen:

Pasta in gewünschter Menge gar kochen.

In der Zwischenzeit 1 Zucchini, 1 gelbe und 1 rote Paprika, 1 Zwiebel, 8 Kirschtomaten und 5 Lauchzwiebeln waschen und klein schneiden.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse, bis auf die Tomaten darin anbraten und ein paar Minuten schnmoren lassen. Dann salzen, pfeffern und Rosmarin, Thymian und Petersilie gemeinsam mit den Tomaten hinzugeben. Etwa abkühlen lassen und dann die Gemüsemischung mit 1 klein gewürfelten Kugel Mozzarella über die frisch gekochte Pasta geben. Gegebenenfalls noch etwas weißem Balsamico und Zitronenabrieb hinzugeben.

Knabber-Nüsse

Hin und wieder sind es ja die kleinen, ganz schnellen Köstlichkeiten, die einen so richtig vom Hocker hauen. Genauso ist es mir mit diesen Cashewnüssen gegangen. Gesehen habe ich das Rezept zu den Nüssen in der Sendung von Martina und Moritz. Ich bin ein Riesenfan ihrer Sendung und ihrer Rezepte, da ich alles immer authentisch finde. Außerdem sind sie eine der wenigen Köche im deutschen Fernsehen, die tatsächlich solche Portionen kochen, dass es glaubhaft ist, dass hinterher ein paar Leute zusammen an einem Tisch sitzen und sich das Essen schmecken lassen. Mich macht es immer ganz wahnsinnig, wenn im Fernsehen immer irgendwie nur ein Knödelchen gemacht wird und der Rest des Teiges irgendwie in der Schüssel hängen bleibt.

Aber ich schweife ab. Die würzigen Cashewnüsse wurden bei den beiden als Topping bei einem Salat verwendet. Sie schmecken aber auch ganz wunderbar nur so. Und mit nur 3 Zutaten sind sie schwupps gemacht.

In einer kleinen Schüssel mischt ihr 150 g ungewürzte Cashewnüsse mit 1 gestrichenen EL roter Currypaste und mit 1 EL Honig. Das ganze lasst ihr für eine halbe Stunde durchziehen.

Anschließend werden die Nüsse auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilt.

Bei 130 Grad Heißluft lasst ihr die würzigen Cashewnüsse dann 20 – 30 Minuten rösten.

Nicht zu lange, weil das Verbrennen geht bei Nüssen ja dann plötzlich immer ganz schnell.

Dann ein bisschen abkühlen lassen und genießen oder verschenken. Das habe ich gemacht und kam sehr gut an! Einfach nur in ein nettes Schraubglas packen und eine schöne Schleife drum rum – fertig ist ein wunderbares, selbst gemachtes Mitbringsel!

 

Panna Cotta mit Marzipan

Von meiner kroatischen Sachertorte hatte ich noch Marzipan übrig. Eine Panna Cotta mit feinem Marzipanaroma ist da nicht die schlechteste Resteverwertung, würde ich sagen. Für das Grundrezept, ohne Marzipan, werde ich durchaus noch andere Rezeptvariationen finden, die Sahne, die normalerweise in Panna Cotta Rezepten benutzt wird, fehlt hier nämlich überhaupt nicht und macht ein leichteres Dessert daraus. In Verbindung mit den Erdbeeren gibt es eine sommerliche Nachspeise, aber man kann die Früchte natürlich nach Belieben variieren.

Für 4 Portionen:

5 Gelatineblätter nach Packungsanweisung einweichen. In der Zwischenzeit 1/2 l Milch erhitzen und 100 g Marzipan darin schmelzen. 2 EL Vanillezucker dazugeben und rühren bis sich Marzipan und Zucker aufgelöst haben.

Gelatineblätter ausdrücken und in die Milch-Marzipanmasse einrühren.

Die Mischung in 4 Gläser geben und am besten über Nach kalt stellen. Anschließend mit Erdbeeren oder Obst nach Saison belegen und servieren.