Feuer und Wasser in Belgrad

In meinem letzten Beitrag habe ich schon mal ganz viel zu Belgrad erzählt. Nun aber zum eigentlichen Grund meiner Reise. Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (giz) fördert in Serbien Projekte die dazu dienen, dass Serbien sich der EU annähern kann und um demokratische Strukturen zu festigen.

Ein Projekt der nachhaltigen Wirtschaftsförderung der GIZ ist ein Biogemüsehof ca. 30 km entfernt von Belgrad. Hier werden Tomaten, Paprika, Salat und vieles mehr in Bioqualität angebaut. Diesen durfte ich besichtigen. Ich war begeistert mit wieviel Leidenschaft hier gearbeitet und das Bioprinzip verfolgt wird. Leider ist die Biosparte in Serbien aber immer noch eine kleine Nische. Das liegt natürlich auch daran, dass sich die Preise für die Bioqualität ungefähr auf dem Preisniveau von konventionellen Gemüse in Deutschland bewegen, das Einkommenniveau aber weit unter dem von Deutschland liegt. Deswegen werden vor allen Dingen auch Hotels und Restaurants mit höherem Niveau beliefert. Ich finde es toll, dass diese Bauern in Serbien Unterstützung bekommen, sorgen sie doch dafür, dass hier manche Fehler vermieden werden, die in Deutschland ohne dem Wissen von heute in der Landwirtschaft einmal begangen wurden.

Besonders nett war es natürlich, das ich eine serbische Tandembloggerin zugeteilt bekam, die sich den Biohof auch ansah. In meinem Fall war das die entzückende Maja von Vitki Gurman, was auf deutsch soviel heißt wie schlanker Gourmet. Zwei gegensätzlichere Blogger hätte man wohl nicht zusammenpacken können, geht es in ihrem Blog doch in erster Linie um die schlanke Küche und bei mir um Kuchen und Schlemmereien. Feuer und Wasser sind in diesem Fall aufeinandergetroffen um ein Projekt aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu durchleuchten.

Ich habe mich sehr gefreut, die Chance zu bekommen, einmal hinter die Kulissen zu blicken und ein Auge auf die serbische Landwirtschaft zu werfen.

Vielen Dank an die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit für die Einladung. Meine Meinung bleibt dadurch aber natürlich unbeeinflusst.

Belgrad

Belgrad – viel wusste ich nicht, als ich die Gelegenheit bekam, an einer Bloggerreise in die „weiße Stadt“ teilzunehmen. Nur, dass sie mittlerweile bei den jungen Partypeople beliebt ist, weil man hier feiern kann ohne Ende. Und das die Stadt gerade richtig im Kommen ist, was Städtereisen betrifft. In meinem Bekanntenkreis war noch keiner in Belgrad, aber jeder war richtig gespannt, was ich denn nach diesem Städtetrip zu erzählen hätte.

Zu der Reise kam ich auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, die in Serbien verschiedene Projekte betreut, unter anderem einen Biogemüsehof, den ich genauer unter die Lupe nehmen durfte. Dazu gibt es dann im nächsten Beitrag mehr zu lesen.

Aber natürlich wollte ich die Stadt erkunden, wenn ich schon mal da war. Die erste positive Überraschung gab es am Flughafen. Der erste freie Taxifahrer, den ich ansprach, weigerte sich mich mitzunehmen ohne entsprechenden „Voucher“, also Gutschein. Den gab es im Flughafen, hier musste ich den Mitarbeitern nur mein Ziel nennen, die schrieben dann den Preis für diese Fahrt auf einen Coupon. Mehr darf der Taxifahrer nicht für die Fahrt verlangen. Dieses System fand ich schon mal ziemlich gut, ist man dadurch doch gegen die gefürchtete Taxi-Abzocke schon mal gefeit.

Untergebracht war ich in einem Hotel direkt in der Fußgängerzone, dem Belgrade Art Hotel direkt in der Kneza Mihaila. Von dort ging meine erste Erkundungstour in den bekanntesten Park der Stadt, dem Kalemegdan Park. Hier kann man von Tennisspielen über Bogenschießen, Fußballspielen, Basketball oder Schach ganz vielen Freizeitaktivitäten nachgehen, die Belgrader Festung besichtigen, in den Zoo gehen oder auch einfach den Ausblick auf Donau und Save, die zwei Flüsse der Stadt, genießen.

Auf dem Rückweg durch die Fußgängerzone sind mir vor allem die zahlreichen Cafés und Restaurants aufgefallen, allesamt wahnsinnig liebevoll ausgestattet. Generell finde ich die Gastro-Szene in Belgrad extrem interessant und in manchen Bereichen der von München durchaus überlegen.

Zwei Tipps von meiner Seite:

Manufaktura

Restaurant mit Shop, indem es authentisches serbisches Essen gibt, viele Zutaten gibt es dort aber auch direkt zu kaufen. Die zentrale Lage direkt an der Kneza Mihaila ist natürlich auch super.

Bašta Jazz Club

Ein Café, das über zwei Ebenen wundervoll eingerichtet ist und durch Live-Musik auch eine ganz besondere Atmosphäre hat. Hier kann man traumhaft draußen sitzen und den Sonnenuntergang genießen.

Generell findet sich aber fast an jeder Ecke ein nettes Lokal, dass den Eindruck macht, bei einem Besuch nichts verkehrt zu machen. Kein Wunder bei mehr als 3000 Cafés und Restaurants in Belgrad. Und vieles gibt es zu sehr günstigen Preisen, was am Durchschnittsverdienst bei ungefähr 500 Euro liegt. Bezahlt wird mit Dinar (1 Euro sind ungefährt 120 Dinar). Außerdem ist Belgrad mit seinen 1,7 Millionen Einwohnern meinem Empfinden nach eine sehr sichere Stadt.

Am ehesten ist Belgrad wohl zu vergleichen mit Berlin vor längerer Zeit, eine Stadt, die im Umbruch ist. Umbruch ist wohl das Wort für Belgrad, die Stadt wurde bereits 30 mal zerstört und immer wieder an der gleichen Stelle aufgebaut. Die letzte der drei Bombardierungen des 20. Jahrhunderts fand 1999 durch die NATO statt. Spuren davon findet man immer noch im Stadtbild. Aber auch ganz viel neues und viele herzliche Menschen, eine wahnsinnig lebendige Metropole. Aber vielleicht macht ihr ja euch demnächst selbst ein Bild bei einem Städtetrip nach Belgrad!

 

Vielen Dank an die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit für die Einladung. Meine Meinung bleibt dadurch unbeeinflusst.

Heiraten im Bayerischen Wald

Dieses Frühjahr wurde ich zu einer Hochzeit im Bayerischen Wald eingeladen. Als einige meiner Münchner Freunde sich erstaunt über den Ablauf zeigten, dachte ich, es ist mal an der Zeit aufzuschreiben, wie so eine ganz traditionelle Hochzeit im Bayerischen Wald abläuft. Die Braut war in diesem Fall Oberpfälzerin und der Bräutigam Niederbayer.

Die Einladungen zur Hochzeitsfeier erfolgen hier schon mal nicht nur in Papierform. Zumindest nicht bei der engeren Verwandtschaft. Hier tritt der Hochzeitslader in Aktion, der ist so eine Art Vorgänger vom heutigen Wedding-Planer. Er besucht nämlich, zusammen mit dem Brautpaar die Gäste, überreicht eine Einladung und schließlich wird die Einladung auch noch mit Kreide an eine Zimmertür geschrieben. Und bleibt dort auch stehen, bis die Hochzeit vorbei ist. Und nein, es wird nicht gleich wieder gegangen, sondern man sitzt noch ein bisschen zusammen und es wird auch noch ein bisschen geschnapselt, wenn denn Zeit ist.

Die Hochzeit selber beginnt früh, sehr früh. Für mich zu früh!

Um 8.30 Uhr ging es los und zwar in Gastwirtschaft Nummer 1. Dort gibt es das traditionelle Gaglhehn-Essen, das meistens aus Weißwürsten besteht. Die Hochzeitsgäste sollen schließlich eine Grundlage haben, für das was noch kommt. Braut und Bräutigam sind da nicht unbedingt dabei, im Falle dieser Hochzeit stand zeitgleich das Foto-Shooting für das Brautpaar auf dem Programm.

Um 10.00 Uhr ist dann die Trauung in der Kirche, die ca. 1 Stunde dauert. Dorthin zieht der Hochzeitszug, den die Musikkappelle und das Brautpaar anführt.

Direkt danach wird im Korso zu Gastwirtschaft Nummer 2 gefahren. Bevor es dort dann aber das Mittagessen gibt, steht noch das Ofaschüsselrennen an. Ein klassisches Wettrennen über kurze Distanz aller unverheirateten Burschen und auch Mädels (Wettbewerbsnachteil dank High-Heels) gegen den Bräutigam. Der Gewinner erhält natürlich ein Geschenk, meistens Alkohol. Dann gibt es Mittagessen, normalerweise ein 3 Gänge-Menü, das klassisch mit einer Hochzeitssuppe mit veschiedenen Einlagen startet.

Anschließend wird getanzt, die Band will beschäftig werden. Begonnen wird mit dem Eröffnungstanz des Brautpaars. Das alles moderiert übrigens wieder der Hochzeitslader, der durch den ganzen Tag führt.

Im Anschluss findet das „Schenga“ statt. Die Geschenke werden dem Brautpaar übergeben. Dafür wird man Einzeln (nahe Verwandtschaft) oder in Gruppen (ferne Verwandtschaft, Freunde, Arbeitskollegen) aufgerufen und der Hochzeitslader singt Gstanzln über den Schenkenden. Das dauert mindestens bis zum Anschneiden der Hochzeitstorte, das auch das Kuchenbuffet für den Nachmittag eröffnet.

Dann erfolgt der nahtlose Übergang in Gastwirtschaft Nummer 3. Und zwar mit dem Brautstehlen. Die Braut wird entführt, der Bräutigam muss sie auslösen, mit Wissenstest und Holzscheitl-Knien. Das sorgt natürlich für Unterhaltung und der Wein, der auf allen Tischen verteilt wird und die Partymusik sorgen schnell dafür, dass bald alle unter 35 auf den Stühlen stehen.

Erst zum Abendessen geht es wieder zurück in Gastwirtschaft Nummer 2. Dort wartet ein kalt-warmes Buffet darauf vernichtet zu werden.

Und dann wird getanzt bis um Mitternacht. Um diese Uhrzeit endet eine tradtionelle Hochzeit auch und die Musik schließt mit dem Schlusswalzer, bei dem sich alle Gäste um das Brautpaar zu einem Kreis schließen.

Während des ganzen Tages versuchen die Gäste entweder den Brautstrauß oder den Stab des Hochzeitsladers zu ergattern, denn diese Gegenstände müssen dann wieder ausgelöst werden, meistens mit Schnaps.

Die Regel ist so eine Hochzeit übrigens auch im Bayerischen Wald nicht mehr. Die meisten Hochzeiten beginnen auch hier mittlerweile nachmittags und der Hochzeitslader kommt auch nur noch sehr selten zum Einsatz.

Istrische Ostküste – Opatija

Ganz viele meiner Freunde und Bekannten packen jeden Sommer ihre Siebensachen und machen sich auf Richtung Kroatien. Und ich? Ich war bisher noch nie da. Zeit, dass zu ändern, dachte ich mir schon eine ganze Weile. Und an Ostern ging es tatsächlich los. Die ideale Jahreszeit für mich, denn es hatte um die 22 Grad und das ist die ideale Wohlfühltemperatur für mich. Bei den Temperaturen machen nämlich auch noch größere Erkundungstouren Spaß. Badeurlaub alleine ist nämlich nur sehr eingeschränkt etwas für mich.

Eigentlich wollte ich weit in den Süden, bis nach Makarska. Wenn schon, dann denn schon. Aber wie so oft kommt es doch anders und ich bin in Opatija gelandet. Nicht die schlechteste Wahl. Sondern die beste! Opatija wird nicht umsonst das kroatische Nizza genannt. Ich war sofort nach der Ankunft ganz verzaubert von dieser Stadt. Vorteil der frühen Reise im April: Ein 4 Sterne Hotel mit Meerblick, das bezahlbar ist und mir auch noch diesen wunderbaren Blick auf die Stadt Nachts lieferte, den ihr oben auf dem Foto seht. Aber ich wollte nicht nur in Opatija bleiben, obwohl man sich dort auch wunderbar die Zeit vertreiben kann. Die Kvarner Bucht ist schließlich groß.

Deshalb ging es für einen Tag nach Labin. Ein entzückendes, altertümliches Städtchen mit einem wunderbaren Blick auf das Meer von oben herab. Ein Spaziergang durch die Stadt ist wirklich immer lohnenswert. Auf dem Heimweg habe ich noch in Rabac Station gemacht. Dort hatte ich Glück, dass hier die Saison erst ein paar Tage später richtig startete. So war es noch sehr ruhig. Die Bucht ist wirklich schön, dennoch war das der einzige Ort meiner Reise, den ich wahrscheinlich nicht nochmal besuchen würde. Allerdings war ich hauptsächlich an der Strandpromenade und fand dort alles schon arg kommerziell.

Das eigentliche Highlight der Reise war der Nationalpark Plitvicer Seen, der zum UNESCO Weltnaturerbe zählt. 16 Seen, die durch Überläufe, Wasserfälle und Höhlensysteme miteinander verbunden sind. Beim Blick in die Seen hatte ich ständig den Eindruck, dass man die Fische im türkisblauen Wasser mit der bloßen Hand fangen könnte. Dieser Park hat mich komplett geflasht, der pure Wahnsinn. Wer allerdings auch hier zur Hauptsaison kommen möchte, der sollte früh aufstehen, denn der Park wird schnell voll. Ich bin wohl nicht die Einzigste, die sich auf den Weg gemacht hat in dieses Paradies. Für den Nationalpark kann man gerne auch zwei Tage einplanen, so viel gibt es zu sehen.

Nach Krk, der Insel mit dem unaussprechlichem Namen hat es mich ebenfalls verschlagen. Dort war ich sowohl im 2000 Jahre alten Städtchen Krk als auch in Vrbnik. Nach der Überfahrt über die Brücke war ich zuerst ein wenig enttäuscht: Was, diese karge Landschaft sollte sehenswert sein? Da habe ich einen ganz anderen Geschmack. Angekommen in Krk verflog meine schlechte Laune schnell. Wie romantisch, wie zuckersüß. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Und wie unglaublich lecker ist hier das Eis. ICH WILL HIER NICHT MEHR WEG! Aber ich wollte mir ja unbedingt noch Vrbnik anschauen. Vorbei an vielen Rebstöcken ging es in den Ort, der eben für seinen Wein bekannt ist. Dort gab es die traumhafte Aussicht im Bild oben zu bewundern.

Ich wäre gerne noch viel länger in Kroatien geblieben. Aber ich komme wieder. Makarska steht nach dieser Reise definitiv auf meiner Liste. Wobei ich bei der Durchfahrt Richtung Süden von Slowenien auch schon begeistert war und mir gedacht habe, hier würde ich gerne noch etwas länger bleiben. Beim nächsten Mal dann – ich komme wieder!

Wanderung von Bayerisch Eisenstein nach Ludwigsthal

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Heute habe ich eine wunderschöne Wanderung für euch, denn sie erfüllt gleich drei Wünsche auf einmal: eine wunderschöne Zugfahrt, idyllische Wanderwege und eine Pausenstation, an der sich herrlich schlemmen lässt.

Zuerst einmal geht es mit der Zug nach Bayerisch Eisenstein. Ich bin hierfür zuerst mit der Waldbahn von Viechtach nach Gotteszell gefahren. Dieser Abschnitt ist wirklich wunderschön, weil er an wunderbarer Natur vorbei, immer dem Fluss Regen entlang folgt. Ich hatte das Glück zur Zeit des „Indian Summers“ unterwegs war. Und hier versteht man nur zu gut, warum die Gegend auch „Bayerisch Kanada“ genannt wird. Weiter ging es dann nach einem Umstieg von Gotteszell bis zum Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein.

Von da aus geht man einfach ein Stück dorfeinwärts und an der ersten Kreuzung links und überquert die Bahnschienen. Dort hat man gleich diesen Wegweiser vor sich. Man kann nun aus den unterschiedlichsten Gehmöglichkeiten wählen, allesamt sind sehr gut ausgeschildert. Eingekehrt wird auf halber Strecke im Schwellhäusl, einem Wirtshaus in unglaublich idyllischer Lage. Ich hatte das Hirschgulasch gewählt und das war wirklich ein echter Gaumenschmaus.

Frisch gestärkt geht es dann weiter zum Bahnhof Ludwigsthal. Dort kann man noch einen Aufenthalt im „Haus zur Wildnis“ einplanen, oder so wie ich, direkt wieder mit der Waldbahn nach Hause fahren. Insgesamt hat die Strecke eine Gehlänge von ca. 10 – 14 km, je nach gewählter Strecke.

Gardasee

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Draußen ist es ja momentan alles andere als gemütlich, also was gibt es schöneres, als an den letzten Urlaub zu denken?

Ich habe im Sommer eine Woche am Gardasee verbracht und eine wirklich tolle Unterkunft nördlich des Gardasees gefunden und zwar in Arco.

Ein Städtchen, das scheinbar nur aus Kletterern und Mountainbikern zu bestehen scheint und deshalb ein ganz eigenes Flair verströmt. Mir hat die Stimmung dort unheimlich gut gefallen. Wer allerdings Cafés sucht, in denen man schick aufgedonnerte Menschen beim Flanieren beobachten kann, ist definitiv falsch. Hier sind eher die neuesten Trends in Sachen Sportmode oder tolle Fahrräder zu bestaunen. Über all dem thront hoch oben die Burg Arco. Gewohnt habe ich im Hotel „On The Rock“, einem richtigen Sporthotel, das sogar eine Boulderwand im Repertoire hat. Außerdem liegt es direkt an der Fußgängerzone und ist trotzdem abgeschirmt vom Straßenlärm. Einziger Punkt, der mich gestört hat, waren die minimalistischen Hocker im Frühstücksraum. Aber da sind die Geschmäcker wohl verschieden.

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Für die Tage am Gardasee hatte ich kein konkretes Programm. Ich habe es mir einfach gut gehen lassen und ein Städtchen nach dem anderen besucht. Ich habe in Torbole den Surfern zugeschaut, bin in Malcesine durch die Gässchen gewandert und habe mich in Sirmione über die Touristenmassen gewundert. Wobei ich natürlich selber schuld bin. Wer an Ferragosto in Italien ist, braucht sich über Staus, überfüllte Straßen und höhere Hotelpreise nicht wirklich zu wundern.

Als Münchnerin bin ich natürlich in der glücklichen Lage in ein paar Stündchen am Gardasee zu sein und ich kann auch mal nur ein verlängertes Wochenende nutzen, um mal „kurz vorbeizuschauen“.  Dies ist einer der unzählbaren Vorzüge Münchens und auch einer der vielen Gründe, warum ich München nie verlassen möchte.

Deshalb ist dies mein Beitrag zur Blogparade: Was würde ich an München vermissen

Schaut unbedingt dort vorbei, wenn ihr noch mehr wunderbare Geschichten lesen mögt, warum München wohl die schönste Stadt der Welt ist.

Genuss-Abend bei Feinkost Käfer

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Es ist wohl Begeisterung, wenn meine Begleitung bereits nach dem ersten von vier Gängen sagt: „Das müssen wir unbedingt wieder machen!“ Ich stimme ihr zu und das Resümee ist auch am Ende des Abends kein anderes, denn mit einem seligen Lächeln verlassen wir satt und zufrieden ein paar Stunden später das Käfer-Bistro in der Prinregentenstraße.

Aber der Reihe nach. Natürlich kenne ich Feinkost Käfer, aber dass dort auch sogenannte Genuss-Abende stattfinden, ist bisher (leider!) komplett an mir vorbei gegangen. Diese Abende finden immer unter einem anderen Motto statt, unseres hieß: Parma und Grappa. Beginn ist um halb acht. Gelegenheit genug, um nach Abgabe der Jacken und vor Beginn noch ein bisschen durch den Laden zu schlendern, um all die kulinarischen Köstlichkeiten zu bestaunen.

Bevor der erste Gang serviert wird, gibt es zusätzliche Informationen, da die Erzeuger an diesem Abend mit dabei sind. Die Grappe stammen alle von Nonino, vertreten und vorgestellt von Antonella Nonino mit viel Herz und Liebe. Der Parmaschinken stammt von Ruliano und ist ebenfalls von bester Qualität.

Das Menü beginnt mit einem Grappa Aperitif mit Amaro Quintessentia di Erbe. Der ist so lecker, dass ich bereits eine Flasche davon bei Käfer geordert habe. Dazu gibt es Parmaschinken auf die Hand. Bereits jetzt sind alle Gäste im Genusshimmel, aber es geht ja erst los…

Denn das Menü besteht aus 4 Gängen: Kaninchen, Wolfsbarsch, Roulade vom Kalb und Traubengratin stehen auf der Karte. In jedem dieser Gänge ist der luftgetrocknete Parmaschinken Bestandteil. Allesamt sind wunderbar, großes Kompliment an die Küche!

Und zu jedem dieser Gänge wird ein darauf abgestimmter Grappa serviert. Besonders verliebt habe ich mich in den Picolit. Er ist so wunderbar weich am Gaumen und so sanft, dass ich mir wohl am liebsten täglich ein Schlückchen gönnen würde.

Außerdem werden noch ein Rot-und ein Weißwein serviert, wobei besonders der Weißwein meine Begleitung entzückte!

Insgesamt ein durch und durch gelungener Abend, der auch preislich überaus fair von Feinkost Käfer berechnet ist.

Ich habe mir jedenfalls schon die nächsten Genuss-Abende genauer angeschaut und liebäugele ja schon mit den Themenabend zu Schokolade, Portwein und Kaffee. Oder doch lieber zum Genussabend Champagner, Kaviar und mehr?