Wanderung von Bayerisch Eisenstein nach Ludwigsthal

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Heute habe ich eine wunderschöne Wanderung für euch, denn sie erfüllt gleich drei Wünsche auf einmal: eine wunderschöne Zugfahrt, idyllische Wanderwege und eine Pausenstation, an der sich herrlich schlemmen lässt.

Zuerst einmal geht es mit der Zug nach Bayerisch Eisenstein. Ich bin hierfür zuerst mit der Waldbahn von Viechtach nach Gotteszell gefahren. Dieser Abschnitt ist wirklich wunderschön, weil er an wunderbarer Natur vorbei, immer dem Fluss Regen entlang folgt. Ich hatte das Glück zur Zeit des „Indian Summers“ unterwegs war. Und hier versteht man nur zu gut, warum die Gegend auch „Bayerisch Kanada“ genannt wird. Weiter ging es dann nach einem Umstieg von Gotteszell bis zum Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein.

Von da aus geht man einfach ein Stück dorfeinwärts und an der ersten Kreuzung links und überquert die Bahnschienen. Dort hat man gleich diesen Wegweiser vor sich. Man kann nun aus den unterschiedlichsten Gehmöglichkeiten wählen, allesamt sind sehr gut ausgeschildert. Eingekehrt wird auf halber Strecke im Schwellhäusl, einem Wirtshaus in unglaublich idyllischer Lage. Ich hatte das Hirschgulasch gewählt und das war wirklich ein echter Gaumenschmaus.

Frisch gestärkt geht es dann weiter zum Bahnhof Ludwigsthal. Dort kann man noch einen Aufenthalt im „Haus zur Wildnis“ einplanen, oder so wie ich, direkt wieder mit der Waldbahn nach Hause fahren. Insgesamt hat die Strecke eine Gehlänge von ca. 10 – 14 km, je nach gewählter Strecke.

Wanderung auf die Käsplatte

Käsplatte

Ist das nicht ein wunderbarer Herbst? Sollte ich mich diesen Winter auch nur einmal über das Wetter beschweren, dann erinnert mich daran, wie traumhaft der Herbst war!

Das Laub ist wunderbar bunt und fast alle Blätter hängen noch an den Bäumen, dank der Windstille der letzten Zeit. Und auch der fehlende Regen hat seinen Teil dazu beigetragen.

Der fehlende Regen ist auch das einzige Manko momentan. Es ist alles schrecklich trocken und es wird vermehrt über die Wasserknappheit geklagt.

Aber jetzt heißt es das Wetter genießen. Das habe ich bei dieser wunderschönen kleinen Wanderung auf die Käsplatte getan. Und die hat allerhand zu bieten: bezaubernde Wanderwege über Stock und Stein, eine tolle Aussicht und unterwegs 3 Möglichkeiten zum Einkehren! Na, los geht’s.

Start ist beim Wanderparkplatz Hinterwies, der praktischerweise beim gleichnamigen Gasthaus gelegen ist.

Dann folgt man einfach dem Rundwanderweg 16, macht zuerst noch einen Abstecher auf den Gipfel der Käsplatte und geht dann über Kolmberg und Münchshofen wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Auf den Hirschenstein

Hirschenstein

Der Hirschenstein stand eigentlich letztes Jahr schon ganz groß auf der Liste. Jetzt hat es endlich geklappt und ich kann nur jedem empfehlen, diese Wanderung im Naturpark Bayerischer Wald auch einmal zu machen.

Es gibt mehrere Ausgangspunkte für diesen Gipfel. Ich habe als Startpunkt den Wanderparkplatz in Grandsberg gewählt. Wir sind um die Mittagszeit losgegangen und hier hat sich wieder ein Vorteil des Bayerischen Waldes gegenüber den Münchner Hausbergen gezeigt: Es waren auch um diese Uhrzeit noch genügend freie Parkplätze da!

An diesem Startpunkt hängt eine großformatige Wanderkarte zur Information aus. Wer seine Tour also noch nicht zu Hause geplant hat, hat hier auch noch die Möglichkeit.

Wir sind dann über den Forstweg zum Schuhfleck auf den Hirschenstein gewandert.

Beim Abstieg geht es zuerst Richtung Rauher Kulm auf einer anderen Route wieder zurück zum Schuhfleck. Dann folgt man dem wunderschönen Mühlgrabenweg. Hier kommt man auch am Grimmeisenweiher vorbei, der aufgrund des hohen Eisengehalts schwarz gefärbt ist.

Einkehrmöglichkeiten gibt es am Ende der Tour: Entweder im Berggasthaus Menauer oder im Grandsberger Hof.

Dies ist auch mein Beitrag zur Blogparade „Macht Wandern glücklich?“

Nun, für mich ist das eigentlich keine Frage, sondern eine Tatsache. Aber hier ist es wie mit vielen anderen Dingen auch: Man kann sie nicht komplett erklären, sondern muss es einfach selber ausprobieren! Und das kann ich nur jedem empfehlen, der noch nie beim Wandern war. Einfach mal ein bisschen im Internet stöbern, ein schönes Ziel aussuchen, auf das passende Wetter warten und dann: Einfach los!

Wanderung über die Räuber Heigl Höhle zum großen Riedelstein

 

 

Riedelstein-Kötztinger Hütte 016

Bei traumhaftem Wetter ging es über die Räuber Heigl Höhle zu Kötztinger Hütte. Nach einer kurzen Einkehr ging es über die Rauchröhren, einem Kletter- und Boulderparadies zum Riedelberg.

Dreisessel und Hochstein

Hochstein

Der Dreisessel stand schon lange auf dem Plan. Schwierig war es nur die idealen Wetterbedingungen zu erwischen. Zu viel Regen ist schlecht, da die komplette Tour fast auf Steinen verläuft, die bei Regen rutschig sind. Zu viel Sonne auch, da mir schon des Öfteren gesagt wurde, dass die Felsen sich bei höheren Temperaturen und Sonnenschein unerträglich aufheizen, da es fast keinen Schatten gibt.

Am Vortag hatte es zwar geregnet und um riesige Pfützen musste immer noch herumbalanciert werden, aber die Felsen waren soweit abgetrocknet, dass man nicht mehr ausrutschen konnte.

Wir gingen über den Adalbert-Stifter-Steig und das Steinerne Meer zum Deiländereck. Dies ist eine Markierung, an der Bayern, Österreich und Böhmen aufeinander trifft.

Über den Hochkammweg ging es zurück und dann auf den Dreisessel, der seinen Namen daher trägt, dass 3 Sitzmulden im Gipfel zu erkennen sind. Der Sage nach saßen in diesen Mulden 3 Könige und stritten um die Grenzen ihrer Länder.

Zum Schluss ging es dann noch kurz auf den Hochstein, der oben im Bild zu sehen ist.

Große Schachtenwanderung

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Diese Wanderung ist absolut empfehlenswert. Zwar mit über 20 km mal nichts auf die Schnelle, aber ein Highlight jagt hier das Nächste.
Schachten sind ehemalige Hochweiden, also das, was dem Oberbayer seine Almen sind. Aber noch mal ganz anders. Muss man gesehen haben.
Nach einem schönen Aufstieg durch Wald mit plätschernden Bachläufen geht es auf ca. 1000 m weiter. Zwischen den einzelnen Schachten wird man immer wieder auf Bohlenstegen geführt. Verirren ist quasi unmöglich, da perfekt ausgeschildert. Im Nationalparkgebiet ist es ohnehin nicht erwünscht, die Wege zu verlassen.
Der Schluss der Wanderung führt dann an der Trinkwassertalsperre Frauenau entlang, zum Teil sogar über den höchsten Staudamm Deutschlands.

Auf den Großen Falkenstein

Laut Wanderführer war die Tour mit 4 Stunden und 600 Höhenmetern angesetzt. Daher erst einmal lange Gesichter bei Sichtung der Hinweisschilder vor Ort. Hier waren für den Aufstieg über den Ruckowitzschachten 3 Stunden veranschlagt, wo der Wanderführer gerade einmal 1 3/4 Stunden angegeben hatte. Ob das zu schaffen war? Es war – wenn auch nur knapp.

Beim Abstieg musste allerdings umdisponiert werden, da alles dermaßen nass und matschig war, dass der Abstieg über das Höllbachgspreng nicht anzuraten war. Zurück ging es deswegen über den Kleinen Falkenstein. Schade, war aber trotzdem schön!

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Blick zurück

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Blick auf den Gipfel!

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Hinterher eingekehrt im ältesten Wirtshaus im Bayerischen Wald. Vanilleeis im Teigmantel im Zwieseler Waldhaus.

(www.zwieselerwaldhaus.de)