Brotsalalat – Panzanella

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich meinen ersten Brotsalat erst vor ein paar Monaten gegessen habe. Es ist ein Jammer, was ich die letzten Jahre (na ja, eher Jahrzehnte) verpasst habe. Meine Cousine hatte geheiratet und beim Abendbuffet der Hochzeit war Panzanella, wie er im Original genannt wird, Teil des Buffets und ich konnte gar nicht genug davon bekommen. Für mich stand deshalb auch fest, dass es den Salat bei mir im Sommer auch geben wird. Mittlerweile gab es Panzanella nicht nur einmal bei mir, sondern schon ganz häufig, in meiner eigenen Variante. Er ist schnell gemacht und ideal bei hochsommerlichen Temperaturen.

Ihr könnt hier wunderbar altes Brot oder Semmeln (für die Nichtbayern: Brötchen :-))verwerten, wenn ihr frisches verwendet, müsst ihr es, wie im Rezept beschrieben, kross in der Pfanne anbraten.

Für eine große Schüssel:

200 g scharfe, kleingeschnittene Salami in einer Pfanne in etwas Olivenöl anbraten. Währenddessen ein Baguette in Würfel schneiden.

Die Salami aus der Pfanne nehmen und die Brotwürfel im verbleibenden Öl kross braten.

In eine Schüssel kleingeschnittene Kirschtomaten, gewaschenen grünen Salat (oder Rucola) geben und und mit einem Dressing aus weißem Balsamico, Öl, Salz und Pfeffer versehen. Die Brotwürfel und die Salami dazugeben und am Schluss frisch geriebenen Parmesan darüber streuen.

Einmal alles kurz durchmischen, fertig!

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schnelle Pfirsichschnitten

Und wieder einmal ein Kuchen für Menschen im Freizeitstress! 🙂

Ich liebe es zu Backen, aber trotzdem kommt diese Liebe hin und wieder einfach zu kurz. Letztens war es wieder so weit. Für den Sonntagskaffee sollte ein Kuchen her, aber ganz schnell und trotzdem furchtbar lecker, bitte!

Deswegen nur einmal kurz geschaut, was noch so an Vorräten da ist und dann in Windeseile einen Kuchen zusammengerührt, der tatsächlich superflaumig und richtig prima schmeckt. Deswegen leert sich das Blech dann auch ziemlich schnell! Mit den Pfirsichen kommt bei dem Rührkuchen sogar noch eine fruchtige Komponente ins Spiel.

Auch super geeignet, wenn man einen Kuchen mitbringen soll zu einer Feier und man eigentlich keine Zeit hat richtig zu backen. Ich behaupte mal, dass eine Fertigbackmischung auch nicht schneller im Ofen ist!

Für ein Blech:

250 g Butter mit 4 Eiern und 250 g Zucker verrühren. 250 g Mehl und 1 TL Backpulver im Wechsel mit 100 ml Milch unterrühren. Zum Schluss 5 kleingeschnittene Pfirsiche (oder 1 Dose Pfirsiche) unterheben.

Bei 160 Grad Heißluft ca. 40 Minuten backen.

Auskühlen lassen und eventuell noch mit etwas Puderzucker bestreuen.

 

Pasta mit Sommergemüse

Wenn die ersten Zucchini reif werden, dann müssen auch mal neue Rezepte her, Abwechslung ist schließlich wichtig, damit man ihrer nicht überdrüssig wird. Hier ist ein ganz schnelles Rezept, dass richtig lecker ist und mal ehrlich: Pasta geht immer! Die Pasta mit Sommergemüse schmeckt übrigens auch noch kalt, wenn ihr nicht alles schafft, eine sommerliche Variante eines Nudelsalats sozusagen! Ideal auch, um eine leckere Lunchbox für die Mittagspause in der Arbeit zu füllen!

Für 4 Personen:

Pasta in gewünschter Menge gar kochen.

In der Zwischenzeit 1 Zucchini, 1 gelbe und 1 rote Paprika, 1 Zwiebel, 8 Kirschtomaten und 5 Lauchzwiebeln waschen und klein schneiden.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse, bis auf die Tomaten darin anbraten und ein paar Minuten schnmoren lassen. Dann salzen, pfeffern und Rosmarin, Thymian und Petersilie gemeinsam mit den Tomaten hinzugeben. Etwa abkühlen lassen und dann die Gemüsemischung mit 1 klein gewürfelten Kugel Mozzarella über die frisch gekochte Pasta geben. Gegebenenfalls noch etwas weißem Balsamico und Zitronenabrieb hinzugeben.

Schmandtorte

 

Es gab hier schon viel zu lange keinen Käsekuchen mehr! 🙂

Wobei es sich genau genommen gar nicht um einen Käsekuchen handelt. Die cremige Füllung entsteht nämlich durch den Schmand. Was hier auch zum ersten Mal bei mir geklappt hat: Die Kuchendecke ist beim Backen nicht eingerissen. Beim normalen Käsekuchen passiert das nämlich immer bei mir. Finde ich auch gar nicht so schlimm und deswegen wende ich auch keinen der zahlreichen Tipps und Tricks an, von denen man so hört. Aber hier habe ich den Kuchen wirklich nur ganz normal gebacken und es ist nichts passiert. Perfekt also, wenn der Kuchen auch über die Optik etwas hermachen soll.

Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:

120 g Butter mit 190 g Mehl, 60 g Puderzucker, 10 g Speisestärke und 1 Eigelb verkneten. In einer Springform verteilen und einen Rand hochziehen.

Bei 160 Grad Heißluft ca. 15 Minuten vorbacken.

Für die Füllung:

1 kg Schmand mit 120 g Zucker, 1 Päckchen Vanillepuddingpulver verrühren. Dann nur noch ganz kurz 2 Eier und 1 Eiweiß unterrühren.

Auf den vorgebackenen Boden geben und bei 120 Grad Heißluft ca. 50 – 60 Minuten fertigbacken.

Feuer und Wasser in Belgrad

In meinem letzten Beitrag habe ich schon mal ganz viel zu Belgrad erzählt. Nun aber zum eigentlichen Grund meiner Reise. Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (giz) fördert in Serbien Projekte die dazu dienen, dass Serbien sich der EU annähern kann und um demokratische Strukturen zu festigen.

Ein Projekt der nachhaltigen Wirtschaftsförderung der GIZ ist ein Biogemüsehof ca. 30 km entfernt von Belgrad. Hier werden Tomaten, Paprika, Salat und vieles mehr in Bioqualität angebaut. Diesen durfte ich besichtigen. Ich war begeistert mit wieviel Leidenschaft hier gearbeitet und das Bioprinzip verfolgt wird. Leider ist die Biosparte in Serbien aber immer noch eine kleine Nische. Das liegt natürlich auch daran, dass sich die Preise für die Bioqualität ungefähr auf dem Preisniveau von konventionellen Gemüse in Deutschland bewegen, das Einkommenniveau aber weit unter dem von Deutschland liegt. Deswegen werden vor allen Dingen auch Hotels und Restaurants mit höherem Niveau beliefert. Ich finde es toll, dass diese Bauern in Serbien Unterstützung bekommen, sorgen sie doch dafür, dass hier manche Fehler vermieden werden, die in Deutschland ohne dem Wissen von heute in der Landwirtschaft einmal begangen wurden.

Besonders nett war es natürlich, das ich eine serbische Tandembloggerin zugeteilt bekam, die sich den Biohof auch ansah. In meinem Fall war das die entzückende Maja von Vitki Gurman, was auf deutsch soviel heißt wie schlanker Gourmet. Zwei gegensätzlichere Blogger hätte man wohl nicht zusammenpacken können, geht es in ihrem Blog doch in erster Linie um die schlanke Küche und bei mir um Kuchen und Schlemmereien. Feuer und Wasser sind in diesem Fall aufeinandergetroffen um ein Projekt aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu durchleuchten.

Ich habe mich sehr gefreut, die Chance zu bekommen, einmal hinter die Kulissen zu blicken und ein Auge auf die serbische Landwirtschaft zu werfen.

Vielen Dank an die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit für die Einladung. Meine Meinung bleibt dadurch aber natürlich unbeeinflusst.

Belgrad

Belgrad – viel wusste ich nicht, als ich die Gelegenheit bekam, an einer Bloggerreise in die „weiße Stadt“ teilzunehmen. Nur, dass sie mittlerweile bei den jungen Partypeople beliebt ist, weil man hier feiern kann ohne Ende. Und das die Stadt gerade richtig im Kommen ist, was Städtereisen betrifft. In meinem Bekanntenkreis war noch keiner in Belgrad, aber jeder war richtig gespannt, was ich denn nach diesem Städtetrip zu erzählen hätte.

Zu der Reise kam ich auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, die in Serbien verschiedene Projekte betreut, unter anderem einen Biogemüsehof, den ich genauer unter die Lupe nehmen durfte. Dazu gibt es dann im nächsten Beitrag mehr zu lesen.

Aber natürlich wollte ich die Stadt erkunden, wenn ich schon mal da war. Die erste positive Überraschung gab es am Flughafen. Der erste freie Taxifahrer, den ich ansprach, weigerte sich mich mitzunehmen ohne entsprechenden „Voucher“, also Gutschein. Den gab es im Flughafen, hier musste ich den Mitarbeitern nur mein Ziel nennen, die schrieben dann den Preis für diese Fahrt auf einen Coupon. Mehr darf der Taxifahrer nicht für die Fahrt verlangen. Dieses System fand ich schon mal ziemlich gut, ist man dadurch doch gegen die gefürchtete Taxi-Abzocke schon mal gefeit.

Untergebracht war ich in einem Hotel direkt in der Fußgängerzone, dem Belgrade Art Hotel direkt in der Kneza Mihaila. Von dort ging meine erste Erkundungstour in den bekanntesten Park der Stadt, dem Kalemegdan Park. Hier kann man von Tennisspielen über Bogenschießen, Fußballspielen, Basketball oder Schach ganz vielen Freizeitaktivitäten nachgehen, die Belgrader Festung besichtigen, in den Zoo gehen oder auch einfach den Ausblick auf Donau und Save, die zwei Flüsse der Stadt, genießen.

Auf dem Rückweg durch die Fußgängerzone sind mir vor allem die zahlreichen Cafés und Restaurants aufgefallen, allesamt wahnsinnig liebevoll ausgestattet. Generell finde ich die Gastro-Szene in Belgrad extrem interessant und in manchen Bereichen der von München durchaus überlegen.

Zwei Tipps von meiner Seite:

Manufaktura

Restaurant mit Shop, indem es authentisches serbisches Essen gibt, viele Zutaten gibt es dort aber auch direkt zu kaufen. Die zentrale Lage direkt an der Kneza Mihaila ist natürlich auch super.

Bašta Jazz Club

Ein Café, das über zwei Ebenen wundervoll eingerichtet ist und durch Live-Musik auch eine ganz besondere Atmosphäre hat. Hier kann man traumhaft draußen sitzen und den Sonnenuntergang genießen.

Generell findet sich aber fast an jeder Ecke ein nettes Lokal, dass den Eindruck macht, bei einem Besuch nichts verkehrt zu machen. Kein Wunder bei mehr als 3000 Cafés und Restaurants in Belgrad. Und vieles gibt es zu sehr günstigen Preisen, was am Durchschnittsverdienst bei ungefähr 500 Euro liegt. Bezahlt wird mit Dinar (1 Euro sind ungefährt 120 Dinar). Außerdem ist Belgrad mit seinen 1,7 Millionen Einwohnern meinem Empfinden nach eine sehr sichere Stadt.

Am ehesten ist Belgrad wohl zu vergleichen mit Berlin vor längerer Zeit, eine Stadt, die im Umbruch ist. Umbruch ist wohl das Wort für Belgrad, die Stadt wurde bereits 30 mal zerstört und immer wieder an der gleichen Stelle aufgebaut. Die letzte der drei Bombardierungen des 20. Jahrhunderts fand 1999 durch die NATO statt. Spuren davon findet man immer noch im Stadtbild. Aber auch ganz viel neues und viele herzliche Menschen, eine wahnsinnig lebendige Metropole. Aber vielleicht macht ihr ja euch demnächst selbst ein Bild bei einem Städtetrip nach Belgrad!

 

Vielen Dank an die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit für die Einladung. Meine Meinung bleibt dadurch unbeeinflusst.

Apfelmuskuchen

Ein Dauerbrenner, was einfache Kuchen betrifft, ist bei uns Marmorkuchen. Aber letztens hatte ich noch Apfelmus über und das wollte ich unbedingt in einem Kuchen unterbringen. Joghurt war auch noch im Kühlschrank, aber ansonsten hatte ich keine besonderen Zutaten da. Aus dem Wunsch ist dann dieser Apfelmuskuchen entstanden, der schnell gemacht und richtig saftig und fruchtig ist. Perfekt um an einem Sonntagnachmittag alle richtig zufrieden zu machen ohne ewig in der Küche stehen zu müssen, denn wer will das schon bei den momentanen Temperaturen. Wer keine Lust hat, Apfelmus selber zu machen, kann natürlich auch eines aus dem Glas verwenden. Dann einfach die Zuckermenge ein wenig anpassen, wenn das Apfelmus bereits gezuckert ist. Dass bei mir die Energie bei steigenden Temperaturen etwas nachlässt, erkennt man übrigens auch an dem Foto, mit dem ich ja nicht  wirklich zufrieden bin. Aber es wäre zu schade, wenn das Rezept sang- und klanglos untergeht.

Für eine Kastenform:

175 g weiche Butter mit 300 g Zucker cremig rühren. 3 Eier dazu geben und weitere 3 Minuten rühren. Anschließend 350 g ungezuckertes Apfelmus und 150 g Vollmilchjoghurt unterrühren.

400 g Mehl mit 1 Päckchen Backpulver und etwas Zimt vermischen.

Diese Masse unter den Teig rühren und in die gefettete Kastenform geben.

Bei 160 Grad Heißluft ca. 1 Stunde backen.