Weihnachtlicher Schokokuchen mit Kaffee

Wie wohl die meisten Foodblogger habe ich eine Schwäche für Backformen. Ich muss mich regelmäßig bremsen Neue zu kaufen. Meistens landet der Teig ja dann doch in einer Gugelhupfform oder einer Springform. Diese Sternform schafft es meistens nur einmal im Jahr aus dem Schrank. Gelohnt hat sie sich trotzdem, denn ich habe einfach jedes Jahr im Advent wieder Freude daran. Das einzig Heikle daran ist es den Kuchen nach dem Backen in Stücke zu schneiden und es gibt hier durchaus Leute, die sich aufgrund der ungewöhnlichen Form das Recht herausnehmen unkonventionelle Kuchenstücke herauszuscheiden. Ich bin aber hier ein Monk und sage, es ist unmöglich in der Mitte des Kuchens anzufangen, denn man isst auch hier von außen nach innen! Wie seht ihr das?

Der Kuchen der hier in der Form gelandet ist, war übrigens köstlich und verdient es auch außerhalb der Adventszeit nachgebacken zu werden. Durch den geringen Mehlanteil hat er eine fast mousseartige Konsistenz und ist alles andere als trocken. Die Menge ist ausreichend für eine Springform mit 24 cm Durchmesser.

150 g Butter mit 150 g Zartbitterschokolade schmelzen.

70 ml starken Espresso kochen und etwas abkühlen lassen.

50 g Mehl, 20 g Speisestärke und 1 Messerspitze Backpulver mischen und beiseite stellen.

4 Eier mit 150 g Zucker sehr schaumig schlagen. Anschließend den Kaffee und 1 EL Rum einrühren. Die Schokobutter unter ständigem Rühren einfließen lassen.

Zum Schluss die Mehlmischung unterheben. Nur so lange unterheben, wie unbedingt nötig!

Den Teig in die gefettete und gemehlte Form geben.

Bei 160 Grad Heißluft ca. 45 Minuten backen.

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Schoko-Karamell-Plätzchen

So, zack, November und eiskalt- das ging ja schnell. Gefühlt bin ich doch gerade noch in der Sonne draußen gesessen und konnte noch gar nicht so richtig glauben, dass der Herbst da ist. Und nur noch ein paar Mal schlafen und schon steht der erste Advent vor der Tür. Langsam steht also Deko auf dem Plan und Plätzchen zu backen klingt jetzt auch nicht mehr wirklich abwegig.

Jetzt keine Panik, ich habe ein Rezept, das mit mittlerem Aufwand das maximale Ergebnis produziert. Oder hört sich Karamell + Schokolade + Mürbteig nicht verlockend an?

Das Rezept reicht für ein halbes Backblech. Ich habe den Mürbteig einfach in einer runden Springform gebacken. Die nicht sooo schönen runden Stücke dürfen dann schon vor dem ersten Advent verspeist werden. Also Achtung, es kann zu Diskussionen kommen, ob nicht etwa dieses oder jenes Stück nicht vielleicht doch noch gegessen werden MUSS… 🙂

Für eine Springform oder ein halbes Backblech:

Einen Mürbteig kneten aus 200 g Mehl, 1 TL Backpulver, 80 g Zucker, 100 g Butter und einem kleinen Ei. Den Teig in die Springform drücken, ohne einen Rand hochzuziehen. Bei 160 Grad Heißluft ca. 20 Minuten backen. Ich heize den Ofen dafür nicht extra vor.

Für das Karamell: 

200 g Zucker mit 4 EL Wasser karamellisieren lassen. 180 ml Schlagsahne einrühren und alles kochen lassen, bis es eine homogene Masse und cremig bis zähflüssig ist. Mit dem Karamell sehr vorsichtig verfahren, da es seeehr heiß ist! 100 g Mandelblättchen einrühren, alles sofort auf den gebackenen Mürbteig verstreichen und abkühlen lassen.

Währenddessen den Schokoguss vorbereiten:

300 g Zartbitterschokolade mit 200 g Sahne in der Mikrowelle auflösen und dann auf das Karamell gießen und verstreichen.

Alles gut abkühlen lassen und dann in kleine Würfel schneiden.

Zitronenkuchen mit Frischkäsetopping

Macht sauer lustig? So heißt es doch immer, oder? Bei diesem Kuchen sorgt eine gewisse Säure jedenfalls definitiv für gute Laune, zumindest ging es mir so. Das gute Stück ist zwar etwas aufwendiger, schließlich sind es drei Arbeitsgänge, bis der Zitronenkuchen auf dem Kaffeetisch stehen kann, dafür entlohnt das Endergebnis aber mit einem einmaligen Geschmackserlebnis. Der mürbe Boden, der leicht säuerliche Belag und darauf das cremige Topping, ein echter Genuss, das haben zumindest meine Mitesser und ich so empfunden.

Für eine Springform mit 18 cm Durchmesser

Für den Boden:

150 g Mehl, 40 g  Puderzucker, 1 kleines Ei und 100 g Butter verkneten. Den Teig in den Boden der Springform drücken und bei 160 Grad Heißluft ca. 10 Minuten vorbacken.

Für den Belag:

2 Eier mit 100 g Zucker, dem Saft einer halben Zitrone und deren Abrieb cremig rühren. Diese Masse auf den vorgebackenen Kuchen geben und nochmals für ca. 15 Minuten backen

Für das Topping:

100 g Frischkäse mit 100 g Puderzucker und dem Saft einer halben Zitrone verrühren und auf dem noch heißen Kuchen verstreichen.

Den Kuchen abkühlen lassen und dann genießen!

Kroatische Cremeschnitte

Ab heute ist er wohl endgültig da: Der kalte, nasse Herbst. Aber wie gut, dass man den Sommer zumindest in Gedanken ganz schnell zurückholen kann. Ich mache das mit einem Rezept, dass mich sofort an meinen Sommerurlaub in Opatija erinnert. In Kroatien gibt es nämlich an jeder Ecke Cremeschnitten zu kaufen. Daheim habe ich dann erst einmal gegoogelt und aus vielen verschiedenen Rezepten und Hinweisen mein eigenes Rezept gebastelt. Ich wollte es nämlich nicht ganz so cremelastig und den Biskuitteig, den ich noch tiefgefroren da hatte, gerne auch noch etwas zur Geltung kommen lassen. Wer keine Lust darauf hat einen Biskuitteig vorzubereiten, kann auch einfach Blätterteig verwenden.

Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:

3 Eier trennen

Das Eiweiß mit 25 g Zucker steif schlagen.

Die Eigelb mit 75 Zucker verrühren, 1 Päckchen Vanillepuddingpulver, 2 EL Mehl und 200 ml Milch unterrühren.

Die Eigelbmischung in 500 ml Milch einmal kurz aufkochen lassen.

Das steifgeschlagene Eiweiß unter die heiße Eigelbmischung unterrühren.

Diese Mischung zwischen die beiden Hälfen eines aufgeschnittenen Biskuitbodens geben.

Rührkuchen mit Äpfeln und Schmand

Apfelkuchen mit Schmand? Das gab’s hier doch schon mal – stimmt! 2015 hatte ich schon mal einen Apfelkuchen mit Schmand gebacken. Heute sind die beiden Zutaten aber nicht im Guss, sondern gleich in den Kuchen eingearbeitet, was in wunderbar saftig macht. Der perfekte Kuchen für den Herbst. Länger als ungefähr 3 Tage würde ich den Kuchen aber nicht stehen lassen, weil er wirklich sehr feucht ist.

Für diesen Kuchen kam auch zum ersten Mal meine neue Kuchenplatte zum Einsatz, die ich im August auf dem Chodenfest gekauft habe und ich finde sie immer noch so wunderschön. Ich glaube, die werdet ihr noch ziemlich oft zu Gesicht bekommen!

Für eine große Kastenform:

3 Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden.

2 Eier, 300 g Schmand und 12 EL Öl schaumig schlagen, dabei 150 g Zucker einrieseln lassen. Anschließend 150 klein geschnittene Marzipanrohmasse unterrühren.

340 g Mehl, 3 TL Backpulver, 3 EL Mandeln und 1 EL Zimt vermischen. Die Mehlmischung kurz unter die Eiermasse unterrühren.

Zum Schluss die Äpfel unterheben.

Teig in die Kastenform geben und bei 160 Grad Heißluft ca. 1 Stunde backen.

Einmal Allgäu querbeet

Woran denkt ihr, wenn ihr „Allgäu“ hört? Schloß Neuschwanstein und Berge, habe ich recht? Dabei hat das Allgäu so viel mehr zu bieten, gerade im Bereich Nahrungsmittelproduktion gibt es da einige Perlen zu entdecken, die wegweisend für ganz Deutschland sind. Davon konnte ich mich bei einer dreitägigen Pressereise auf Einladung von Allgäu Tourismus überzeugen.

Angesteuert wurden hiesige Lebensmittelproduzenten. Los ging es mit dem Besuch von All Organic Treasures, einer Bio-Ölmühle. Ich war ja hin und weg, woraus man überhaupt Öl machen kann, oder wusstet ihr, dass man aus Brokkolisamen Öl erzeugen kann? Die Firma hat außerdem ein komplett neues Produkt entwickelt, das Protein Heliaflor, dass aus Sonnenblumen stammt und ähnlich wie Soja für Fleischersatzprodukte eingesetzt werden kann.

Weiter ging es zur Allgäuer Hof Milch. Eine Molkerei, die den hiesigen Bauern einen besseren Milchpreis als andere Molkereien anbietet und diesen auch 5 Jahre lang garantiert.

Übernachtet wurde im wunderschönen Brauereigasthof Scheffler. Ich bin immer noch ganz begeistert von dem wunderschönen Zimmer, den komfortablen Betten und dem leckeren Frühstück mit hiesigen Produkten. Aber auch die Wirtsstube ist eine echte Schau, wie man auf dem Foto sehen kann:

Frisch gestärkt ging es am 2. Tag zur internationalen Pressekonferenz von Fendt. Ein echtes Highlight für mich, ist Fendt doch der Traktorhersteller überhaupt. „Wer Fendt fährt führt“, den Slogan kennt auch im Bayerischen Wald jedes Kind. Und kaum ein Kind wächst dort auf, ohne zumindest einen Tretbulldog der Marke sein eigen zu nennen.

Weiter ging es zum Biohotel Eggensberger, einen 4-Sterne Hotel, von deren Qualitätsbewusstsein ich mich bei Kaffee und Kuchen selbst überzeugen durfte.

Nachdem ich schon eine Molkerei besuchen durfte, was liegt da näher, als sich auch einen Bauernhof vor Ort anzugucken. Auf dem Bauernhof von Markus Hefele kann man in einer Ferienwohnung den Urlaub verbringen. Mich interessierte es aber mehr, wie der Melkroboter funktioniert und welche Daten man daraus ziehen kann und welche Vorteile das für die Kühe bringt.

Die zweite Nacht verbrachte ich dann im Brauereigasthof Hirsch direkt unter der weltbekannten Basilika Ottobeuren.

Am letzten Tag ging es dann zum Eine Welt Festival von Rapunzel, dem Bio-Pionier schlechthin im Allgäu. Ich durfte bei einem Gespräch, den Gründer von Rapunzel, Joseph kennenlernen und in kleiner Runde ein Gespräch mit Dr. Tanja Busse, der Autorin des Buches „Die Wegwerfkuh“ führen. Das Buch werde ich demnächst unbedingt lesen. Der reißerische Titel hatte mich zuvor eingentlich nicht so angesprochen, aber die Aussagen von Dr. Busse waren sehr fundiert und nachvollziehbar.

Außerdem ging es natürlich über das Festivalgelände. Man konnte Rapunzellieferanten treffen, ganz viele Produkte probieren und Vorträge besuchen.

Vielen Dank an Allgäu Tourismus für die Einladung. Meine Meinung bleibt dadurch aber natürlich unbeeinflusst.

 

 

 

Blondies mit Kirschen und Schokosplittern

Die Blondies gab es hier bei mir schon mal so ähnlich, allerdings mit Schokoladenguss und insgesamt etwas gehaltvoller. Außerhalb der Kirschensaison kann man übrigens bei diesem Rezept auch gut auf Kirschen im Glas zurückgreifen.

Ich habe die Blondies mithilfe eines Tortenrings gebacken, den man in der Größe verstellen kann. Wer die Rezeptangaben verdoppelt hat die Mengenangaben für eine handelsübliche Springform mit 26 cm Durchmesser.

Deshalb möchte ich euch mein abgeändertes Rezept nicht vorenthalten:

Für eine Springform mit 20 cm Durchmesser:

100 g weiße Schokolade mit 150 g Butter schmelzen und wieder etwas abkühlen lassen. Währenddessen 2 Eier mit 150 g Zucker schaumig schlagen und 300 g Kirschen vorbereiten und 100 g Zartbitterschokolade klein hacken. Anschließend die lauwarme Schokoladen-Butter-Masse in die Eiercreme einrühren. 200 g Mehl mit 1 Prise Backpulver nur kurz unterheben. Die Hälfte der Kirschen und der gehackten Schokolade unter die Masse vorsichtig rühren.

Den Teig in die vorbereitete Springform geben. Die restlichen Kirschen und Schokolade darauf geben.

Die Blondies bei 160 Grad Heißluft ca. 45 Minuten backen.