Rührkuchen mit Äpfeln und Schmand

Apfelkuchen mit Schmand? Das gab’s hier doch schon mal – stimmt! 2015 hatte ich schon mal einen Apfelkuchen mit Schmand gebacken. Heute sind die beiden Zutaten aber nicht im Guss, sondern gleich in den Kuchen eingearbeitet, was in wunderbar saftig macht. Der perfekte Kuchen für den Herbst. Länger als ungefähr 3 Tage würde ich den Kuchen aber nicht stehen lassen, weil er wirklich sehr feucht ist.

Für diesen Kuchen kam auch zum ersten Mal meine neue Kuchenplatte zum Einsatz, die ich im August auf dem Chodenfest gekauft habe und ich finde sie immer noch so wunderschön. Ich glaube, die werdet ihr noch ziemlich oft zu Gesicht bekommen!

Für eine große Kastenform:

3 Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden.

2 Eier, 300 g Schmand und 12 EL Öl schaumig schlagen, dabei 150 g Zucker einrieseln lassen. Anschließend 150 klein geschnittene Marzipanrohmasse unterrühren.

340 g Mehl, 3 TL Backpulver, 3 EL Mandeln und 1 EL Zimt vermischen. Die Mehlmischung kurz unter die Eiermasse unterrühren.

Zum Schluss die Äpfel unterheben.

Teig in die Kastenform geben und bei 160 Grad Heißluft ca. 1 Stunde backen.

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Einmal Allgäu querbeet

Woran denkt ihr, wenn ihr „Allgäu“ hört? Schloß Neuschwanstein und Berge, habe ich recht? Dabei hat das Allgäu so viel mehr zu bieten, gerade im Bereich Nahrungsmittelproduktion gibt es da einige Perlen zu entdecken, die wegweisend für ganz Deutschland sind. Davon konnte ich mich bei einer dreitägigen Pressereise auf Einladung von Allgäu Tourismus überzeugen.

Angesteuert wurden hiesige Lebensmittelproduzenten. Los ging es mit dem Besuch von All Organic Treasures, einer Bio-Ölmühle. Ich war ja hin und weg, woraus man überhaupt Öl machen kann, oder wusstet ihr, dass man aus Brokkolisamen Öl erzeugen kann? Die Firma hat außerdem ein komplett neues Produkt entwickelt, das Protein Heliaflor, dass aus Sonnenblumen stammt und ähnlich wie Soja für Fleischersatzprodukte eingesetzt werden kann.

Weiter ging es zur Allgäuer Hof Milch. Eine Molkerei, die den hiesigen Bauern einen besseren Milchpreis als andere Molkereien anbietet und diesen auch 5 Jahre lang garantiert.

Übernachtet wurde im wunderschönen Brauereigasthof Scheffler. Ich bin immer noch ganz begeistert von dem wunderschönen Zimmer, den komfortablen Betten und dem leckeren Frühstück mit hiesigen Produkten. Aber auch die Wirtsstube ist eine echte Schau, wie man auf dem Foto sehen kann:

Frisch gestärkt ging es am 2. Tag zur internationalen Pressekonferenz von Fendt. Ein echtes Highlight für mich, ist Fendt doch der Traktorhersteller überhaupt. „Wer Fendt fährt führt“, den Slogan kennt auch im Bayerischen Wald jedes Kind. Und kaum ein Kind wächst dort auf, ohne zumindest einen Tretbulldog der Marke sein eigen zu nennen.

Weiter ging es zum Biohotel Eggensberger, einen 4-Sterne Hotel, von deren Qualitätsbewusstsein ich mich bei Kaffee und Kuchen selbst überzeugen durfte.

Nachdem ich schon eine Molkerei besuchen durfte, was liegt da näher, als sich auch einen Bauernhof vor Ort anzugucken. Auf dem Bauernhof von Markus Hefele kann man in einer Ferienwohnung den Urlaub verbringen. Mich interessierte es aber mehr, wie der Melkroboter funktioniert und welche Daten man daraus ziehen kann und welche Vorteile das für die Kühe bringt.

Die zweite Nacht verbrachte ich dann im Brauereigasthof Hirsch direkt unter der weltbekannten Basilika Ottobeuren.

Am letzten Tag ging es dann zum Eine Welt Festival von Rapunzel, dem Bio-Pionier schlechthin im Allgäu. Ich durfte bei einem Gespräch, den Gründer von Rapunzel, Joseph kennenlernen und in kleiner Runde ein Gespräch mit Dr. Tanja Busse, der Autorin des Buches „Die Wegwerfkuh“ führen. Das Buch werde ich demnächst unbedingt lesen. Der reißerische Titel hatte mich zuvor eingentlich nicht so angesprochen, aber die Aussagen von Dr. Busse waren sehr fundiert und nachvollziehbar.

Außerdem ging es natürlich über das Festivalgelände. Man konnte Rapunzellieferanten treffen, ganz viele Produkte probieren und Vorträge besuchen.

Vielen Dank an Allgäu Tourismus für die Einladung. Meine Meinung bleibt dadurch aber natürlich unbeeinflusst.

 

 

 

Blondies mit Kirschen und Schokosplittern

Die Blondies gab es hier bei mir schon mal so ähnlich, allerdings mit Schokoladenguss und insgesamt etwas gehaltvoller. Außerhalb der Kirschensaison kann man übrigens bei diesem Rezept auch gut auf Kirschen im Glas zurückgreifen.

Ich habe die Blondies mithilfe eines Tortenrings gebacken, den man in der Größe verstellen kann. Wer die Rezeptangaben verdoppelt hat die Mengenangaben für eine handelsübliche Springform mit 26 cm Durchmesser.

Deshalb möchte ich euch mein abgeändertes Rezept nicht vorenthalten:

Für eine Springform mit 20 cm Durchmesser:

100 g weiße Schokolade mit 150 g Butter schmelzen und wieder etwas abkühlen lassen. Währenddessen 2 Eier mit 150 g Zucker schaumig schlagen und 300 g Kirschen vorbereiten und 100 g Zartbitterschokolade klein hacken. Anschließend die lauwarme Schokoladen-Butter-Masse in die Eiercreme einrühren. 200 g Mehl mit 1 Prise Backpulver nur kurz unterheben. Die Hälfte der Kirschen und der gehackten Schokolade unter die Masse vorsichtig rühren.

Den Teig in die vorbereitete Springform geben. Die restlichen Kirschen und Schokolade darauf geben.

Die Blondies bei 160 Grad Heißluft ca. 45 Minuten backen.

Birnen-Marzipankuchen mit Mohn

Draußen schaut gerade alles so richtig nach Herbst aus, morgens ist es oft richtig nebelig und ich habe auch schon wieder eine wärmere Jacke aus dem Schrank geholt.

Passend zu diesem Wetter habe ich einen Birnen-Marzipankuchen mit Mohn für euch dabei. Birnen und Marzipan sind doch Zutaten, die zur kälteren Jahreszeit perfekt passen. Und Mohn, ich liebe Mohn! Damit stehe ich aber leider so ziemlich allein auf weiter Flur. Aber hin und wieder setze ich mich dann mal wieder mit einem Mohnkuchen durch.

Wie schaut das bei euch aus, Mohnliebhaber oder Mohngegner?

Für eine Kastenform:

300 g Marzipanrohmasse in Würfel schneiden und mit 175 g Butter schaumig schlagen. 150 g Zucker und 4 Eier nach und nach unterrühren. 200 g Backmohn dazu geben. 300 g Mehl mit 1 Päckchen Backpulver mischen und unter die Masse heben. Am Schluss 3-4 geschälte und klein geschnittene Birnen dazu geben.

Den Teig in die vorbereitete Form geben und bei 160 Grad Heißluft ca. 60 Minuten backen.

Bei mir war der Kuchen leider schon etwas zu lange im Backofen. 5 Minuten weniger hätten mit Sicherheit auch gereicht. Behaltet ihn also zum Ende der Backzeit gut im Auge!

Eigentlich wollte ich den Kuchen nach dem Backen noch mit etwas Amaretto tränken und mit einer Schokoglasur überziehen. Dazu kam es aber dann doch nicht mehr, denn er war auch so schon schnell genug weg. 🙂

Pizza Bianca – weiße Pizza mit Tomaten

Eine weiße Pizza, eine Pizza Bianca gibt es nicht in jeder Pizzeria und ich habe bisher auch noch nie eine Zuhause gemacht. Zeit, das zu ändern. Sicherheitshalber habe ich zwei Varianten gemacht: Eine Pizza Bianca, so wie hier beschrieben und eine klassische Pizza Salami mit Tomatensauce. Erstaunlicherweise war die vegetarische weiße Pizza zuerst weg. Grund genug, das Rezept, das glücklicherweise auch noch ganz einfach ist, hier festzuhalten. Wichtig ist es nur, dass die Tomaten ein richtig festes Fleisch haben, sonst endet alles nur in Gematsche. Bei den Tomaten aus dem Eigenanbau meiner Mutter waren die Tomaten zum Glück genau richtig, lediglich mit den zwei zugekauften hatte ich nicht das große Los gezogen.

Für den Boden:

250 g Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde formen. In die Mulde 15 g frische Hefe bröckeln. Die Hefe mit 1/2 TL Zucker bestreuen. Dann 75 ml lauwarmes Wasser hinzugeben und mit der Hefe und etwas Mehl vom Rand verrühren.

Abgedeckt ca. 15 Minuten gehen lassen.

Zum gegangenen Teig 1/2 TL Salz, 75 ml lauwarmes Wasser und 2 EL Öl geben. Alles gut verkneten. Abgedeckt weitere 45 Minuten gehen lassen bis sich das Volumen des Teiges sichtbar vergrößert hat.

Den Teig auf Backblechgröße ausrollen.

200 g Schmand mit Salz, Pfeffer, Thymian und Rosmarin nach Geschmack verrühren.

Die Schmandmasse auf den Teig geben. Ca. 500 Fleischtomaten in dünne Scheiben schneiden (ich habe das mit einem Hobel gemacht). Die Tomatenscheiben auf die Schmandmasse geben. 2 TL Zucker und 2 EL Öl darüber träufeln und nochmals großzügig Thymian und Rosmarin darauf geben.

Bei 180 Grad Heißluft ca. 25 Minuten backen.

 

 

 

Urlaub am Neusiedler See – unterwegs in 3 Ländern

Nach Wien habe ich es ja schon öfters geschafft und ich mag diese Stadt wirklich sehr. Bloß war die Zeit bisher blöderweise immer zu knapp um sich mal genauer mit dem Umland zu beschäftigen und das habe ich jetzt endlich geändert.

Ich war nämlich ein paar Tage am Neusiedler See, dem größten österreichischen See, der zu großen Stücken der Familie Esterhazy gehört. Ein Teil des Sees liegt auch auf ungarischen Staatsgebiet. 300 Sonnentage im Jahr haben dafür gesorgt, dass auch meine Tage dort von wunderbarem Wetter gekennzeichnet waren.

Auf der Hinfahrt habe ich einen Zwischenstopp im Stift Melk eingelegt, das zum UNESCO-Welterbe gehört, denn auch das wollte ich schon lange besichtigen. Besonders beeindruckend fand ich die Bibliothek, die man allerdings nicht fotografieren durfte. Aber auch von außen hat Stift Melk schon einiges zu bieten:

Eingekehrt bin ich im angeschlossenen Stiftsrestaurant und der Salat mit gegrillten Marillen war echt richtig gut! Anschließend ging es weiter zur Unterkunft, dem Gut Leithaberg in Jois am Neusiedler See. Die Pension kann ich euch sowas von empfehlen, das Zimmer war wunderschön mit Balkon, superbequemen Matratzen, einem großzügig dimensionierten Bad und Klimaanlage. Das Frühstück war auch sensationell gut!

Den Sonnenuntergang am Neusiedler See, der übrigens nur 1,80 m tief ist, habe ich mir einmal in Podersdorf und einmal in Neusiedl angeschaut. In Neusiedl habe ich das in der Mole West getan, einem schicken Lokal, direkt an den Bootsanlegestellen.

Der Neusiedler See bietet sich aufgrund seiner Lage auch für Ausflüge in Nachbarländer an: Ich war in der Slowakei in Bratislava. Die Stadt ist mautfrei zu erreichen, parken kann man an der Donau sehr zentrumsnah und von der Burg hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt. Nach einer Stadtrundfahrt ging es die Michalská ulica, die Fußgängerzone von Bratislava entlang.

Nach Ungarn ging es auch für einen Tagesausflug zum Schloß Esterhazy. Das Schloß wird momentan restauriert, aber es ist schon sehr viel instand gesetzt worden und ein Besuch lohnt sich allemal! Die Außenanlagen allein sind eine Besichtigung wert und der Rosengarten ist wirklich wunderschön.

Heidelbeerkuchen mit Lemon Curd

 

Wenn irgendwo echte Waldheidelbeeren drin sind, könnte ich mich sofort darauf stürzen. Kein Vergleich zu den gekauften Kulturheidelbeeren oder zu denen vom Strauch, der bei uns im Garten steht. Außerdem machen „echte“ Heidelbeeren eine blaue Zunge und blaue Zähne und allein das ist es schon wert. Und weil ich weiß, dass es nicht nur mir so geht, war diese Torte ein echtes Fest! Lediglich für die Deko habe ich noch auf ein paar Heidelbeeren von besagtem Strauch aus dem Garten zurückgegriffen. Für so eine besondere Torte darf es dann ruhig ein bisschen aufwendiger sein, deshalb habe ich einen Boden aus Rührteig, eine Fruchtfüllung und eine Sahnedecke hergestellt. Das Lemon Curd gibt der Sahne ein wunderbares Aroma, das merke ich mir für Sahnefüllungen in Torten. Und wer keine Heidelbeeren hat oder mag: Ich kann mir vorstellen, dass die Füllung auch gut mit der gleichen Menge Tiefkühlhimbeeren funktioniert.

Für eine Springform mit 26cm Durchmesser
Für den Boden

125 g weiche Butter mit 150 g Zucker und 2 Eiern schaumig schlagen. 150 g Mehl mit 2 EL Hartweizengrieß und 2 TL Backpulver mischen und abwechselnd mit 150 ml Milch unterrühren.

Die Masse in die am Boden mit Backpapier ausgelegte Springform füllen und bei 160 Grad Heißluft ca. 35 Minuten backen.

Während des auskühlens die Heidelbeerfüllung zubereiten:

200 g Heidelbeeren mit 70 g Zucker, 10 g Speisestärke und 3 EL Wasser in einem Topf vermischen. Die Masse unter Rühren kurz aufkochen lassen.

In den Kuchenboden mit einem Kochlöffelstiel mehrere Löcher stechen.

Die Füllung auf den Boden geben.

Für die Creme:

400 ml Sahne mit 1 Päckchen Sahnesteif schlagen. 2 EL Lemon-Curd zu der Masse geben und kurz unterrühren.

Die Creme auf die Heidelbeerfüllung geben und nach Belieben verzieren.