Pasta mit Speck und Erbsen

Pasta mit Speck und Erbsen

Hin und wieder muss es besonders schnell gehen und zum Einkaufen ist natürlich auch keine Zeit. Das kennt bestimmt jeder, wenn man versucht, aus den Resten, die der Kühlschrank hergibt, noch etwas Essbares zu fabrizieren. In diesem Falle ist das Ergebnis aber so lecker geworden, dass ich die Sauce bestimmt noch einmal genau so nachkochen werde. Zutaten braucht es dafür nicht viele und nach höchstens 20 Minuten steht das Ganze auch schon auf dem Tisch. Die frischen Tomaten haben hier gerade mal für die Deko gereicht, denn die werden normalerweise gleich direkt im Garten gegessen.

Für 5 Personen:

Nudeln kochen. In der Zwischenzeit die Sauce zubereiten.

1 gewürfelte Zwiebel in einer Pfanne anbraten. 100 g Speck dazu geben und auslassen. 3 EL Tomatenmark in die Pfanne geben und mit rösten lassen. Mit ca. 400 ml passierten Tomaten ablöschen und 100 ml Sahne unterrühren. Ca. 300 g TK-Erbsen untermischen. Mit Salz, Pfeffer, Thymian und Oregano abschmecken und noch einmal kurz aufkochen lassen.

Die Nudeln vor dem Servieren dazu geben. Fertig!

Johannisbeer-Käse-Schnitten

Johannisbeer-Käse-Schnitten

Seit Wochen steht schon ein Johannisbeerkuchen auf dem Plan, aber eigentlich haben auch alle Lust auf einen Rührkuchen und ich liebe ja Käsekuchen – Dilemma würde ich sagen. Aber am Sonntag stand tatsächlich ein Kuchen auf dem Tisch, der alle glücklich gemacht hat. Wer Johannisbeeren nicht so gern mag, oder außerhalb der Saison Lust auf diesen Kuchen hat, kann übrigens auch wunderbar auf Kirschen aus dem Glas ausweichen.

Relativ schnell zubereitet sind die Johannisbeer-Käse-Schnitten auch noch, da die beiden Schichten nicht extra gebacken werden. Man kann also die beiden Teige jeweils zusammenmischen, gibt dann alles nacheinander in die Form, bäckt den Kuchen und ist schon fertig. Wer eine ganz große Runde versorgen will, verdoppelt die angegebenen Mengen einfach und gibt alles auf ein Backblech.

Für eine 26er Springform

Für den Teig:

100 g Butter mit 90 Zucker verrühren. 2 Eier zugeben und alles schaumig rühren. 190 g Mehl und 1/2 Päckchen Backpulver im Wechsel mit 3 EL Milch kurz unterrühren und zum Schluss 75 g Schokoraspel unterheben.

Den Teig in der Springform möglichst glatt streichen.

Für die Creme:

50 g Butter mit 90 g Zucker verrühren, 2 Eier zugeben und die Masse schaumig rühren. 250 g Magerquark, 1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver und 200 g Crème fraîche unterrühren.

Creme auf den Teigboden geben und mit ca. 1 Pfund Johannisbeeren belegen.

Bei 160 Grad Heißluft ca. 55 Minuten backen.

Strangolapreti (Spinatnocken)

Strangolapreti

Diese Spinatnocken habe ich zum ersten Mal bei einer Kollegin probieren dürfen und habe dann sofort um das Rezept gebeten, so lecker fand ich es. Leider kann ich den kopierten Rezeptausschnitt keiner Zeitschrift zuordnen und kann somit keine genauere Quellenangabe machen. Aber die Spinatnocken sind ein sehr gängiges Rezept und zahlreich im Internet zu finden.

Ich habe die Strangolapreti, so der italienische Name, der übersetzt Priesterwürger heißt, nachgemacht und das nicht zum letzten Mal. Laut Rezeptangabe sollen die Nocken zu einem saucenreichen Gericht serviert werden. Ich habe einen gemischten Salat dazu gemacht und das werde ich wohl auch beim nächsten Mal wieder so handhaben. Es wäre zu schade wenn der Geschmack in Verbindung mit einer reichhaltigen Sauce nicht mehr zur Geltung kommt. Im Rezept wird übrigens frischer Spinat gefordert, ich habe es mir allerdings einfach gemacht und tiefgekühlten verwendet. Der Knüller ist übrigens die Salbeibutter, die gehört unbedingt dazu, sonst ist es einfach nicht das volle Geschmackserlebnis!

Für 4 Personen:

250 g Weißbrot vom Vortag mit 150 ml Milch begießen und ziehen lassen.

450 g TK-Blattspinat auftauen lassen und nach dem Auftauen die Flüssigkeit durch Pressen entfernen.

Den Spinat, 2 Eier, 5 EL Mehl, Salz, Pfeffer und geriebene Muskatnuss zum Brot geben und ausgiebig verkneten.

Einen Probenocken mit 2 EL formen und in einen großen Topf mit kochendem Salzwasser geben und 5 Minuten gar ziehen lassen. Je nach Konsistenz Milch oder Mehl zum Teig geben und die restlichen Nocken zubereiten.

Mit einem Schaumlöffel entnehmen und in eine gebutterte Form geben, in der Salbei geschwenkt wurde.

Die Nocken mit 50 g Bergkäse bestreut servieren!

Zwetschgenstreuselkuchen

Zwetschgenstreuselkuchen

Gibt es bei euch eigentlich auch Rezepte, die so heiß geliebt werden, dass eine Änderung nur unter Protest hingenommen wird? Hier ist das bei Erdbeermarmelade so, da darf nichts anderes rein. Mich würden immer mal wieder Rezepte anlachen, bei denen auch noch Rhabarber rein kommt, aber nein, wenn etwas schon so perfekt schmeckt, dann soll das auch bitte so bleiben.

Genauso ist es beim Streuselkuchen. Den gibt es bei uns wahlweise mit Heidelbeeren (sehr rar, da keiner auf das Pflücken erpicht ist :-)), Äpfel und in diesem Fall Zwetschgen. Der Streuselkuchen wird immer nach einem ganz simplen Grundrezept aus dem Bayerischen Kochbuch gemacht. Wir haben eine Ausgabe aus den späten 60er Jahren, ganz genau kann ich es leider nicht sagen, weil die Seite im Buch, das schon etwas zerlesen ist, leider fehlt. Die hier angegebene Menge reicht für eine Standardspringform, wer mehr Gäste zu versorgen hat, verdoppelt einfach die Menge, dann reicht es für ein Kuchenblech.

Wer den Kuchen nicht ganz so dunkel gebacken mag, nimmt ihn einfach 10 Minuten früher raus. Ich bin hier leider die einzige, die auf helles Gebäck steht. Eine Tatsache, die vor allem um die Weihnachtszeit rum zu heftigen Diskussionen führt, was den Bräunungsgrad von Plätzchen betrifft…

Für den Boden:

Einen Mürbteig zubereiten aus 250 g Mehl, 125 g Butter, 70 g Zucker, 1 Ei und 1 EL Wasser.

Die Springform damit auslegen und darauf ca. 500 g entsteinte Zwetschgen geben.

Für die Streusel:

100 g Mehl, 70 g Zucker, 1/2 TL Zimt und 70 g Butter zu Streuseln verarbeiten.

Auf die Früchte geben und bei 160 Grad Heißluft ca. 1 Stunde backen.

Schokoladenbuttermilchkuchen

Schokoladenbuttermilchkuchen

Geschenke! Ich liebe sie! Vor allen Dingen, wenn mein Geschmack so getroffen wird, wie mit diesem Backbuch. Ich mag ja generell diese regionalen Back- und Kochbücher, in denen Hobbybäcker ihre Lieblingsrezepte verraten. Beim ersten Durchsehen habe ich auch gleich ganz viele Leckereien gesehen, die ich unbedingt einmal nachmachen will. Ich hatte mir aber auch in den Kopf gesetzt, sofort ein Rezept auszuprobieren, extra zum Einkaufen wollte ich aber nicht. Das schränkte die Auswahl schon mal gehörig ein und die Wahl fiel auf den Schokoladenbuttermilchkuchen. Ich muss gestehen, unter anderen Umständen wäre das nicht meine erste Wahl gewesen. Aber ich wurde sooo positiv überrascht. Der Kuchen ist so locker, fluffig und gleichzeitig saftig – ein Traum. Ein wahnsinnig schnell gemachter Traum, um genau zu sein. Dieses Rezept gehört ab sofort zu meinen schnellen Schoko-Favorites.

Das Rezept ist mengenmäßig ursprünglich für ein Backblech ausgelegt. Ich habe einen Tortenring mit ca. 30 cm Durchmesser verwendet, weil ich den Kuchen gerne höher wollte. Wer eine Springform normaler Größe hat, halbiert die im angegebenen Mengen im Rezept am besten.

1/2 Becher Öl mit 1 Ei und 300 g Zucker verrühren. 350 g Mehl, 1/2 Päckchen Backpulver und 2 große EL Kakao unterrühren. Zum Schluss 500 ml Buttermilch dazu rühren.

Zum Abmessen des Öls bitte den leeren Becher der Buttermilch verwenden!

In die Backform geben und bei 160 Grad Heißluft ca. 40 Minuten backen.

Zitronenrührkuchen

Zitronenrührkuchen

Momentan bin ich voll auf dem Zitronentrip. Schon bei meinem letzten Beitrag ging es um die Frucht, die bei purem Genuss so lustige Gesichtsausdrücke zaubern kann. Und es hat so gut gepasst und geschmeckt, dass ich schon wieder Lust auf diese leichte Zitronensäure hatte. Heute gibt es einen ganz feinen Rührkuchen, der wieder einmal sehr schnell gemacht ist, aber trotzdem ganz besonders schmeckt. Und man braucht keine exotischen Zutaten, lauter Sachen die man eh schon im Haus hat, wie praktisch. Zusammengerührt ist das ganze dann innerhalb von fünf Minuten. Das Spülen geht auch schnell, weil alles in nur einer Schüssel zusammengerührt wird. Ihr seht, mir fallen viele Argumente ein, warum ihr schnell in die Küche zum Nachbacken müsst. Als auf, ich bin gespannt, wie es euch schmeckt!

Für eine kleine Kastenform (bei einer herkömmlichen Form, die Zutaten einfach verdoppeln)

2 Eier mit 75 ml Öl und 150 g Zucker kurz schaumig schlagen. 150 g Mehl und 1 Päckchen Backpulver unterrühren. Zum Schluss 75 ml Sprudelwasser und den Saft einer Zitrone dazugeben und ebenfalls unterrühren.

Das Ganze in eine ausgefettete Form geben.

Bei 160 Grad Heißluft ca. 40 Minuten backen (in einer herkömmlichen Kastenform verlängert sich die Backzeit auf ca. 55 Minuten)

Buttermilch-Zitronentarte

Buttermilch-Zitronentarte

Eigentlich war für letztes Wochenende ein Schokoladenkuchen geplant, aber als das Wetter so sommerlich war, habe ich doch noch umgeschwenkt auf etwas frischeres, was der Jahreszeit doch angemessener ist. Und das war nicht die schlechteste Idee, die Buttermilch-Zitronentarte ist wirklich fein mit ihrer angenehmen Säure, die aber genau richtig dosiert ist. Und sauer macht schließlich lustig! Definitiv einmal etwas anderes. Ich kann mir die Tarte auch sehr gut mit Orangensaft anstatt dem Zitronensaft vorstellen. Der Kuchen sollte aber unbedingt gekühlt genossen werden, denn nur dann ist er wirklich richtig erfrischend!

Für eine 26er Springform

Teig

Einen Teig kneten aus 200 g Mehl, 2 EL Zucker, 100 g Butter und 75 ml Wasser. In der Form verteilen und bei 180 Grad Heißluft ca. 15 Minuten vorbacken.

Füllung:

90 g Zucker im Saft von 2 Zitronen auflösen, anschließend 4 Eier und 300 ml Buttermilch unterrühren. Die Buttermilchfülle auf den vorgebackenen Boden geben und weitere 40 Minuten bei gleicher Temperatur backen.

Anmerkungen

Das sogenannte „Blindbacken“ bei Mürbeteigen, also das Beschweren mit Linsen, Reis oder ähnlichem, spare ich mir grundsätzlich. Ich habe noch nie einen Nachteil dadurch feststellen können.

Kokos-Käsekuchen

Kokos-Käsekuchen

Ein Käsekuchen mit Aha-Effekt. Sieht nämlich nur aus wie ein normaler Käsekuchen. Beim Probieren haben meine Testesser innegehalten mit der Frage: „Was ist denn da noch drin? Schmeckt super!“

Ja, die enthaltene Kokosmilch verleiht dem Kuchen das gewisse Extra und das ohne irgendwelchen zusätzlichen Zeitaufwand. Zusammengemischt ist der Kuchen nämlich genauso schnell wie die klassische Alternative. Und der Kuchen wird supercremig, da die Kokosmilch auch den nötigen Fettgehalt hat, um dem Kuchen die richtige Konsistenz zu verleihen. Und der Kuchen ist natürlich supergesund, weil das natürlich nur gesunde Fette sind. Na ja, kann man sich ja mal einreden, für den Genuss ohne schlechtes Gewissen!😉

Man könnte aus dem Kuchen leicht eine Art Piña Colada Kuchen machen, wenn man unter die Käsekuchenfülle noch ein paar in Kokosflocken gewälzte Ananasstücke hebt. Aber ich stehe eher nicht so auf gebackenes Obst, deshalb habe ich das gelassen.

Für eine 26er Springform:

Für den Boden:

Einen Mürbteig kneten aus 125 g Butter, 125 g Zucker, 250 g Mehl, 1 TL Backpulver und 1 Ei. Die Springform damit auslegen und einen Rand hochziehen.

Für die Füllung:

500 g Magerquark, 150 g Zucker, 1 Päckchen Puddingpulver Vanille und 1 Ei verrühren. 400 ml Kokosmilch unterrühren.

Die Füllung auf dem Teig verteilen und bei 160 Grad Heißluft ca. 60 Minuten backen.

Rinderbeinscheiben

Rinderbeinscheiben

Am Wochenende gab es Rinderbeinscheiben, die alternativ auch oft als Osso Buco bezeichnet werden, wobei es sich hierfür eigentlich um Kalbsbeinscheiben handeln müsste. Gekocht habe nicht ich, da ich das Essen aber so lecker fand und ich das Rezept zur Verfügung gestellt bekommen habe, veröffentliche ich es hier gerne, denn bei Gelegenheit werde ich es gerne nachkochen. Ich muss allerdings anmerken, dass diese Art von Fleisch nicht für jedermann ein echtes Schmankerl darstellt, ist das Fleisch doch nicht durchgehend mager und nicht frei von Fett und Gallert. Die Fleischverschmäher halten sich hier am besten an die Sauce, die ist echt ein Traum und zusammen mit den Beilagenknödeln immer noch ein tolles Hauptgericht. Authentischer wäre hier wohl eine Polenta als Beilage, aber wir sind hier schließlich in Bayern…

Für 6 Personen:

1 kg Rinderbeinscheiben salzen und pfeffern. In einem großen Bräter von allen Seiten anbraten. 1 Tube Tomatenmark dazu geben und mit rösten. Mit 1/2 Liter Rotwein ablöschen, ein paar Stiele Thymian dazu geben und bei geschlossenem Deckel ca. 2 Stunden köcheln lassen.

Nach einer Stunde in einer Pfanne ca. 200 g Bauchspeck auslassen, 5 gewürfelte Möhren, 1 in Scheiben geschnittene Stange Lauch dazugeben und 1 Dose Tomaten dazu geben.

Das Gemüse und den Speck zu den Beinscheiben und 1 Stunde weiterköcheln lassen.

Vor dem Servieren kurz mit dem Pürierstab durch die Sauce gehen, damit sie sämiger wird.

Himbeer-Bananenkuchen

Himbeer-Bananenkuchen

Kennt ihr das, wenn ihr ein neues Backrezept ausprobiert, aber in erster Linie, weil ihr euch denkt: „Wie soll das denn funktionieren?“ Die Erwartungen sind dann entsprechend niedrig, die Hoffnung natürlich aber trotzdem groß. Und dann holt man die Kuchenform aus dem Ofen und denkt sich schon so: „nicht schlecht“. Aber wenn der Himbeer-Bananenkuchen dann ausgekühlt ist und man ihn anschneidet und probiert, dann haut es einen so richtig aus den Socken.

Genauso ging es mir hier. Ein Kuchen komplett eifrei? Das kann doch gar nicht richtig fluffig werden! Von wegen – der Kuchen ist so fluffig, flaumig, einfach wunderbar.

Und das Beste: Ich habe dafür noch nicht mal mein Rührgerät aus der Schublade geholt. Lediglich die Gabel zum leichten Verquirlen habe ich zu Hilfe genommen.

Für eine kleine Kastenkuchenform:

1 1/2 reife, zerdrückte Bananen mit 75 ml Mandelmilch und 75 ml Pflanzenöl vermischen.

In einer zweiten Schüssel 150 g Mehl, 1 TL Backpulver, 100 g Zucker und 40 g Kokosraspel abwiegen und vermischen.

Die Bananenmischung zu den trockenen Zutaten geben und mit der Gabel verrühren.

Am Schluss noch eine Handvoll TK-Himbeeren unterheben und in die gefettete Backform geben.

Bei 160 Grad Umluft ca. 50 Minuten backen.

Anmerkungen:

  • Für eine herkömmliche Kastenform die Zutatenmengen einfach verdoppeln. Die Backzeit beträgt dann aber ungefähr eine volle Stunde.
  • Anstatt Mandelmilch kann auch Soja- oder Kuhmilch verwendet werden.